Aufgefischt 21.3.2016

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt steht weiter unter Druck, zusätzliche Projekte in den BVWP aufzunehmen. Stellvertretend seien genannt:

  • Ein Bericht des Bayrischen Rundfunks mit Forderungen des fränkischen CSU-Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk.
  • Laut Haller Tagblatt fordern CDU, SPD und Grüne in der Region, den jetzt als „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ gewerteten, aber bisher als „ÖPP der Neuen Generation“ geplanten Ausbau der A6 zwischen den Autobahnkreuzen Weinsberg und Feuchtwangen hochzustufen.

Greenpeace hat nach eigenen Angaben mit einer Anfrage gemäß Umweltinformationsgesetz beim KBA die Herausgabe der Listen mit den bisherigen Ergebnissen der Abgasnachmessungen erklagt. Auffällig waren ein Opel, ein Smart und ein Peugeot.

Die Separierung der S-Bahn-Gleise auf der Strecke Meißen-Dresden-Pirna für einen Viertelstundentakt ist seit dem Wochenende abgeschlossen; offen ist inzwischen aber, ob die Regionalisierungsmittel noch reichen, um den entsprechenden Zugbetrieb zu bestellen, berichtet die Sächsische Zeitung. (roe)

Allianz pro Schiene bewegt sich beim Thema Lang-Lkw

„Ich kann mir vorstellen, dass man das Thema Lang-Lkw dadurch abräumt, dass man Lang-Lkw nur im Zulauf zum Kombinierten Verkehr zulässt“, sagte Flege bei einem Pressegespräch am Freitag in Berlin. Bisher sei es allerdings so, dass im Rahmen des Feldversuchs nur die Münchner Spedition Ansorge den Lang-Lkw im Zulauf zum KV einsetze.

Als „scheinheilig“ bezeichnete er hingegen die Argumentation von Daimler, zwei Lang-Lkw ersetzten drei Normal-Lkw. Wäre er Daimler-Aktionär, müsste er den Vorstand wegen geschäftsschädigenden Verhaltens verklagen – schließlich würden dann weniger Lkw verkauft. In Wirklichkeit gehe es wohl darum, den Lkw-Transport zu verbilligen, um so mehr Verkehr auf die Straße zu bringen. Peter Westenberger, Geschäftsführer des Privatgüterbahnverbandes NEE, ergänzte, er habe unter den Unternehmen in seinem Verband keines gefunden, das im Lang-Lkw mehr Chancen als Risiken sieht.

„Nicht auf Phantasiekonzept Oberleitungs-Lkw setzen“

Flege forderte, die CO2-Ziele für den Verkehrssektor ernstzunehmen und endlich die dafür nötige Verkehrsverlagerung von der Straße auf Schiene und Binnenschiff anzugehen. Elektromobilität müsse verkehrsträgerübergreifend definiert werden, sie sei nicht nur als elektrisch angetriebenes Auto zu verstehen. Wenn die elektrischen Bahnen schon durch die EEG-Umlage belastet würden, sollte die Stromsteuer entsprechend abgesenkt werden. Westenberger warnte davor, sich auf „Phantasiekonzepte“ wie den Oberleitungs-Lkw einzulassen und damit nötige Weichenstellungen für die Schiene zu versperren.

Kritisch für die Wettbewerbsstellung der Schiene zur Straße ist aus Westenbergers Sicht auch der aktuell niedrige Dieselpreis, der heute um 40 Prozent unter dem Höchstpunkt von 2012 liege und früher rund ein Drittel des Lkw-Gesamtkosten ausgemacht habe. Er wies darauf hin, dass die Besteuerung von Diesel seit 13 Jahren unverändert sei. (roe)

Bund und Länder streiten über Hafenkonzept

Konkurrenz im Süden und Osten unterschätzt

„Die Südrange wird uns richtig Probleme machen“, warnte Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann. Er verwies darauf, dass aus Asien kommende Ware selbst für Südosteuropa nur wegen der Mängel in den Mittelmeerhäfen über die Nordrange gelaufen sei, obwohl sich dadurch der Weg unnatürlich verlängere. „Deswegen müssen wir im Nordwesten immer einen Tick besser sein.“ Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner bekannte selbstkritisch, die Konkurrenz auch durch Häfen wie Danzig unterschätzt zu haben.

BMVI lässt stärkere Rolle des Bundes prüfen

Noch nicht abgeschlossen ist die Debatte über die Rolle des Bundes und der Länder in der Hafenpolitik. Der DVF-Vorstandsvorsitzende Ulrich Nußbaum äußerte Zweifel, ob die Länder ihrer Veratwortung für den Hafenstandort Deutschland alleine noch gerecht werden können. Ferlemann gab bekannt, dass das BMVI ein Rechtsgutachten zur Frage einer stärkeren steuernden Funktion des Bundes in Auftrag gegeben habe. Es solle im Herbst vorliegen. Günthner widersprach: Die Länder wollten weiterhin über die Häfen selbst entscheiden, das habe bisher gut funktioniert. Falls es einen „Supervisor“ des Bundes für die Investitionen in den Häfen geben solle, „dann werden wir die einschlägigen verfassungsrechtlichen Vorgaben heranziehen“, warnte er. (roe)

Eisenbahnregulierung passiert Bundesrat mit großen Vorbehalten

Abgelehnt wurde konkret die Empfehlung des Bundesrats-Umweltausschusses, den Eisenbahn-Aufsichtsbehörden die Befugnisse einzuräumen, Anordnungen zum Schutz vor Lärm, Erschütterungen und Luftverschmutzung zu erlassen. Eine Mehrheit gab es hingegen für die Empfehlung der Umweltpolitiker, dass das Eisenbahn-Bundesamt den Lärm an den Hauptverkehrsstrecken regelmäßig misst und die Ergebnisse veröffentlicht (Lärmmonitoring). Im übrigen folgte das Plenum in den wesentlichen Punkten den Beschlussempfehlungen (siehe hier).

Al-Wazir fordert wirksame Trassenpreisbremse ein

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir kritisierte in seiner Rede vor allem, dass der Bund sein Zusage nicht eingelöst habe, die Steigerung der Infrastrukturentgelte für den SPNV fest an die Dynamisierung der Regionalisierungsmittel zu knüpfen. Stattdessen sehe der Gesetzentwurf nur vor, die Entwicklung der Regionalisierungsmittel zu „berücksichtigen“. „Ich sage ganz freundlich in Richtung Bundesregierung: Sie brauchen unsere Zustimmung.“ Die Länder wollten keine Blockade, aber substanzielle Nachbesserungen, betonte er.

Al-Wazir bemängelte weiter, dass eine wirksame Regulierung des DB-Infrastrukturmonopols nicht zu erkennen sei. Vor allem müssten alle Kosten einer Prüfung durch die Bundesnetzagentur offenstehen, sagte er in Anspielung auf die Ausklammerung der LuFV-Ausgaben. In letzter Instanz müsse es darüber hinaus auch möglich bleiben, die Entgelte zivilgerichtlich überprüfen zu lassen. (roe)

Aufgefischt 18.3.2016

Dominierendes Thema ist weiter der BVWP 2030. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe eine Einladung der (CSU-) Bundestagsabgeordneten Tobias Zech und Stephan Mayer angenommen, sich vor Ort über die Argumente für eine Aufnahme der Ortsumfahrungen Garching und Reischach informieren zu lässen, berichtet der Alt-Neuöttinger Anzeiger. Die von Hessen Mobil erst im Februar nachgemeldete Ortsumfahrung Usingen (siehe hier) wird nach Angaben des SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Schabedoth noch geprüft und ggf. in die zweite Version des BVWP eingearbeitet. Das berichtet die Frankfurter Rundschau.

In Norwegen werden nach einem Bericht der Berliner Morgenpost Pläne diskutiert, ab 2025 den Verkauf von Pkw mit Verbrennungsantrieb zu verbieten (roe)

ANALYSE: BVWP bleibt Grundkonzeption treu

„Gemessen an der BVWP-Grundkonzeption hat Dobrindt in erstaunlichem Maß Wort gehalten“, ist hinter vorgehaltener Hand sogar aus Grünen-Kreisen zu hören. Und da die Grünen die Grundkonzeption seinerzeit grundsätzlich für gut befunden haben, ist das wohl als höchstmögliches Lob zu bewerten.

Plan ist nur geringfügig überzeichnet

Eine der Grundprobleme des BVWP 2003 war die maßlose Überzeichnung mit nicht finanzierbaren Projekten. Hier ist das BMVI der Grundkonzeption treu geblieben: Dividiert man das Investitionsvolumen, entfallen auf die Jahre 2016 bis 2030 im Jahresdurchschnitt 15,1 Mrd. EUR. Laut Finanzplanung führt der Investitionshochlauf bis 2018/19 zu einer Investitionslinie von 14,3 bis 14,4 Mio. EUR. Es steht allerdings noch in den Sternen, ob sich der Bundestag bei der Verabschiedung der Ausbaugesetze ebenso diszipliniert zeigt oder wieder ein „Basargeschacher“ der Wahlkreisabgeordneten ins Haus steht. Wenn die parlamentarische Beratung im Herbst beginnt, setzt auch schon der Vorwahlkampf ein.

„Erhalt vor Neubau“ nach Verkehrsträger unterschiedlich gehandhabt

Während im Durchschnitt rund 69 Prozent der echten Verkehrswegeinvestitionen 2016-2030 – ohne Lärmschutz und Betriebsgebäude – auf den Erhalt entfallen, sieht der Anteil bezogen auf die einzelnen Verkehrsträger sehr unterschiedlich aus: Bei der Straße sind es nach Verkehrsbrief-Berechnungen nur gut 65 Prozent, bei der Wasserstraße 86 Prozent. Die Schiene liegt bei 69 Prozent. Bei den Erhaltungsinvestitionen sind auch die Erhaltungsanteile von Ausbauprojekten enthalten. Bei der Wasserstraße kommt der Sanierungsstau besonders deutlich zum Tragen: Für etwa 18 Prozent der Anlagen sei binnen der nächsten zehn Jahre eine Grundinstandsetzung oder ein Ersatzneubau fällig, heißt es. So seien zum Beispiel 85 Prozent der Schleusen nur noch in „ausreichendem“ oder schlechterem Zustand.

Verwunderlich ist, dass im Bereich Straße der Ertüchtigungsbedarf für die Brücken mit lediglich 13 Mrd. EUR veranschlagt wird. In einem Bericht zum Nachrechnungsprogramm (siehe hier) vom November 2015 hatte das BMVI allein den bis dahin festgestellten Sanierungsbedarf mit 16,4 Mrd. EUR beziffert.

Altlasten engen Spielräume ein

Wie schon in früheren Verkehrswegeplänen wird der Spielraum für neue Projekte durch laufende und fest disponierte Projekte eingeschränkt. Bei der Straße entfallen darauf 45 Prozent des gesamten Neubauvolumens, bei Schiene und Wasserstraße jeweils rund ein Drittel.

Eine Priorisierung, die nicht so genannt wird

Den Ansatz, aus der Masse der Projekte des vordringlichen Bedarfs diejenigen Projekte zu priorisieren, die besonders hohe verkehrliche Bedeutung haben, hat das BMVI mutig durchgezogen. Dass der „VB+“ nun „VB-E“ heißt, ändert inhaltlich nichts (siehe hier), grenzt aber klarer ab: Für eine Ortsumfahrung, die „nur“ eine lästige, aber nicht überlastete Ortsdurchfahrt entschärft, hätten Wahlkreisabgeordnete leichter ein „VB+“ einfordern können – mit VB-„E“ ist das deutlich schwieriger zu verargumentieren.

Dennoch ist auffällig, dass der Anteil der VB-E-Projekte am Projektvolumen bei der Straße je nach Basis mit 20 bis 30 Prozent deutlich höher liegt als bei Schiene und Wasserstraße. Dort liegt die Spanne bei 12 bis 17 Prozent.

Länderquote – ja oder nein?

Im Vorfeld wurde immer wieder gefragt, ob sich das BMVI von den Länderquoten gemäß Königsteiner Schlüssel gelöst hat. Das lässt mit jetzt einem klaren „Ja“ beantworten. Egal, ob die Gesamtausgaben für laufende/fest disponierte Projekte plus VB und VB-E betrachtet oder nur die Neubauanteile am VB/VB-E betrachtet werden, ergeben sich beträchtliche Abweichungen vom Königsteiner Schlüssel. Vom Volumen her bedeutendster „Gewinner“ ist Hessen, „Verlierer“ sind vor allem die Ostländer und das Saarland.

160317-BVWP2030-Koenigsteiner-Schluessel-Abweichung

D-Takt bremst Festlegungen für die Schiene

Bei der Schiene rächt sich, dass wichtige Themen wie der Mittelrhein-Korridor, die Alpha-E-Variante und der Deutschlandtakt erst während des schon laufenden Bewertungsprozesses eingebracht wurden. In den Vordringlichen Bedarf wurden daher in einer „1. Phase“ Projekte bewertet und aufgenommen, die unabhängig vom Deutschlandtakt-Konzept die größten Engpässe beseitigen oder dringende Fahrzeitverkürzungen ermöglichen. In einer noch ausstehenden „2. Phase“ werden die Großknoten Frankfurt, Hamburg, Köln, Mannheim und Stuttgart sowie weitere Projekte untersucht und auf den Deutschlandtakt hin optimiert. Deswegen gibt es eine umfangreiche Kategorie mit Projekten des „Potenziellen Bedarfs“. Zwischen den Zeilen wird angedeutet, dass die schließlich ausgewählten Vorhaben erst nachträglich in das Bundesschienenwegeausbaugesetz aufgenommen werden sollen.

Projekte verschwunden?

In den nächsten Tagen müssen allerdings noch einige Fragen beantwortet werden. So taucht das jüngst ausgeschriebene ÖPP-Projekt zum Ausbau der A24/A10 im Nordwesten Berlins überhaupt nicht auf. Merkwürdig mutet auch an, dass der großspurig als eines der ÖPP der neuen Generation angekündigte Ausbau A6 zwischen den Autobahnkreuzen Weinsberg und Feuchtwangen/Crailsheim nur unter „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ rangiert – und von ÖPP ist dort auch nicht mehr die Rede. (roe)

Aufgefischt 17.3.2016

Beherrschendes Thema ist der Entwurf für den BVWP 2030. Klagen über Benachteiligung kommen laut Sächsischer Zeitung aus Sachsen, laut Märkischer Allgemeine und RBB aus Brandenburg,

In Lahr hingegen ist man laut Badischer Zeitung überrascht über die Aufnahme einer längst abgeschrieben gewähnten Ortsumgehung in den vordringlichen Bedarf, vermisst wird allerdings der Ausbau der A5 zwischen Offenburg und Freiburg.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek vermisst laut Rheinischer Post die Bahnstrecke „Eiserner Rhein“ und die Rheinvertiefung bis Koblenz.

Der Trierische Volksfreund berichtet über die überraschende Aufnahme des „Moselaufstiegs“ (Westumfahrung von Trier) in den BVWP.

Im Landkreis Tübingen wundert man sich laut Schwäbischem Tagblatt über die Einstufung von Ortsumgehungen.

Sachsen-Anhalt ist laut Magdeburger Volksstimme zwar froh, dass die A14 weitergebaut werden kann, bemängelt aber, dass die B190 als Querspange zur A39 nur im weiteren Bedarf auftaucht.

Trotz eines Nettoverlusts von 1,3 Mrd. EUR will die Deutsche Bahn die vereinbarte Dividende von 850 Mio. EUR an den Bund zahlen, berichtet der Tagesspiegel von der DB-Bilanzpressekonferenz. (roe)

KORREKTUR: Neuer BVWP ohne „VB+“ – er heißt jetzt VB-E

Für Straße und Wasserstraße bleibt es bei den Prioritätskategorien Vordringlicher Bedarf (VB), Weiterer Bedarf (WB) und Weiterer Bedarf mit Planungsrecht (WB*). Projekte, die speziell der Engpassbeseitigung dienen, sind mit VB-E gekennzeichnet. Sie hätten aber keine höhere Priorität, betonte Dobrindt am Mittwochnachmittag, widersprach damit aber Aussagen von Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann am Abend und auch der Darstellung im Dokument selbst.

Praktisch wortgleich zur Definition des VB+ in der Grundkonzeption heißt es jetzt: „Innerhalb dieser vordringlichen Projekte sind Vorhaben mit VB-E gekennzeichnet, die aus fachlicher Sicht eine besonders hohe verkehrliche Bedeutung haben und deshalb frühzeitig umgesetzt werden sollen.“ Dass VB-E Priorität genießt, geht auch aus den Erläuterungen zu neuen Autobahn-Ausbauvorhaben in frühen Planungsstadien hervor: „Für eine prioritäre Umsetzung der VB-E-Projekte ist eine vorrangige Planung erforderlich.“

Ebenfalls fast wortgleich zur Definition des VB+wird für die Einstufung als VB-E zur Voraussetzung gemacht, dass die „Umweltbetroffenheit“ gering ist oder „wenn naturschutzfachliche Probleme bereits umfassend in Planfeststellungsverfahren abgearbeitet wurden.“

Erhalt vor Neubau

Treu bleibt der Entwurf dem Prinzip „Erhalt vor Neu- und Ausbau“ aus der Grundkonzeption. Von den insgesamt eingeplanten 264,5 Mrd. EUR sollen rund 69 Prozent in den Erhalt fließen. Betrachtet nach Verkehrsträgern erhält die Straße knapp 50 Prozent, die Schiene 41 Prozent und die Wasserstraße gut 9 Prozent. Werden nur Neu- und Ausbau betrachtet, schneidet die Straße mit gut 55 Prozent besser ab; die Schiene erhält hier nur 40 Prozent, die Wasserstraße sogar nur gut 4 Prozent.

Ein weiterer Bericht folgt.

Externer Link: www.bvwp2030.de (BMVI-Schwerpunktseite zum Thema BVWP mit Download-Möglichkeiten)

Stuttgart ist wieder Stauhauptstadt Deutschlands

Danach verbrachten Autofahrer in Stuttgart 2015 durchschnittlich 73 Stunden im Stau, 8,5 Stunden mehr als 2014. Der Vorjahres-Spitzenreiter Köln verzeichnete einen Zuwachs um 5,2 Stunden, liegt mit 71 Stunden jetzt aber wieder hinter Stuttgart, das schon 2013 einmal Spitzenreiter war. Hotspot im Ballungsraum Köln war die A1 von der Leverkusener Brücke nach Leverkusen, die die Fahrer letztes Jahr 50 Stunden an Stauzeit kostete.

In Berlin standen die Autofahrer mit 24,6 Stunden zwar 1,7 Stunden mehr im Stau als im Vorjahr. Die Hauptstadt blieb damit aber auf Platz 21 der 22 untersuchten Ballungsräume.

Im Bundesdurchschnitt der Ballungsräume hingegen verringerte sich die im Stau verbrachte Zeit um 0,7 Stunden auf jetzt rund 38 Stunden. Deutschland bleibt damit nach Belgien und den Niederlanden auf Platz 3 der 13 untersuchten europäischen Staaten.

Für die Traffic Scorecard analysiert Inrix nach eigenen Angaben Milliarden von Daten aus vielen Quellen einschließlich von GPS-Daten aus gewerblich genutzten Fahrzeugen. (roe)

Aufgefischt 16.3.2016

Ein Gutachten im Auftrage des Baugewerbeverbandes ZDB kritisiert, dass der Mittelstand beim Autobahnbau per ÖPP weitgehend außen vor bleibt, berichtet die Welt. Der ZDB wird das Gutachten wird am Mittwochnachmittag in Berlin offiziell vorstellen.

Die Badische Zeitung kommentiert die ungewöhnliche Reihenfolge, in der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zuerst die Medien und dann erst den Bundestag und die Länder am Mittwoch über den neuen BVWP informieren wird.

Der Güterkraftverkehrsverband BGL fordert die EU-Kommission und die Bundesregierung auf, gegen den dritten Anlauf des österreichischen Bundesland Tirol für ein „sektorales Fahrverbot“ auf der wichtigen Transitstrecke Inntalautobahn vorzugehen. Das sektorale Fahrverbot sieht vor, Transporte von Massengütern schrittweise von der Autobahn zu verbannen und sie so auf die Schiene zu zwingen. (roe)