Megacarrier und „Slow Steaming“ sind unumkehrbare Trends

Vom „Slow Steaming“ gibt es kein Zurück mehr. Das prognostizierte Ron Widdows, Vorsitzender des World Shipping Council, am Mittwoch auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig. Schiffsdesign wie auch Fahrpläne seien inzwischen darauf eingestellt. „Es ist zu schwierig, das wieder zu ändern.“ Er forderte, die globalen Lieferketten darauf abzustimmen.

Ein anderer unaufhaltbarer Trend seien Megacarrier, machten Widdows wie auch Jakob Bomhult vom Terminalbetreiber APM deutlich. Ein 19.000-TEU-Schiff bringe eine Kostenreduzierung von 35 Prozent gegenüber einem Panamax-Schiff. Zwar bedeute das für die Terminalbetreiber große Investitionen in die Terminals, aber am Ende bringe es mehr Effizienz: Statt zwei Kränen gleichzeitig für ein Schiff könnten jetzt fünf Kräne eingesetzt werden. Wenn es eines Beweises für die Effizienzsteigerung bedürfe, dann seien es die gefallenen Frachtraten. Darüber hinaus seien die CO2-Emissionen in der Containerschifffahrt um 60 Prozent gesunken. Sowohl Bomholt als auch Widdows wichen aber der Frage aus, ob sich die Investitionen auch für diejenigen auszahlten, die in die Ertüchtigung der Hinterlandanbindungen investieren müssten. (roe)

Australien kommt ohne Maritimes Bündnis aus

Australien beschreitet einen anderen Weg als Deutschland, um trotz nicht konkurrenzfähiger eigener Flaggenverwaltung erfahrene einheimische Seeleute für den Bedarf des maritimen Sektors auszubilden. Wie Vizepremier und Infrastrukturminister Warren Truss am Mittwoch auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig erläuterte, mache sich sein Land zunutze, dass der Verkehr zwischen den australischen Häfen fest in der Hand von fremden Flaggen sei. Schiffe, die mehr als 180 Tage pro Jahr in australischen Gewässern verbrächten, müssten aber in gewissem Umfang australische Seeleute an Bord nehmen. Australien benötige vor allem für das Lotsenwesen im Bereich des rund 2000 km langen und bis zu 100 km breiten Great Barrier Reef erfahrene Seeleute. (roe)

Australien kommt ohne Maritimes Bündnis aus

Australien beschreitet einen anderen Weg als Deutschland, um trotz nicht konkurrenzfähiger eigener Flaggenverwaltung erfahrene einheimische Seeleute für den Bedarf des maritimen Sektors auszubilden. Wie Vizepremier und Infrastrukturminister Warren Truss am Mittwoch auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig erläuterte, mache sich sein Land zunutze, dass der Verkehr zwischen den australischen Häfen fest in der Hand von fremden Flaggen sei. Schiffe, die mehr als 180 Tage pro Jahr in australischen Gewässern verbrächten, müssten aber in gewissem Umfang australische Seeleute an Bord nehmen. Australien benötige vor allem für das Lotsenwesen im Bereich des rund 2000 km langen und bis zu 100 km breiten Great Barrier Reef erfahrene Seeleute. (roe)

Presseschau 28. Mai

Der Ausbau der Rheintalbahn Karlsruhe-Basel wird nicht vor 2030 abgeschlossen, möglicherweise sogar erst 2035. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung unter Berufung auf eine noch nicht veröffentliche Antwort des BMVI auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Als Hauptgründe nennt der Bund Forderungen der Bürger nach einer autobahnnahen Trassierung und der Untertunnelung Offenburgs.

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig will in einer Strategiekommission über den Nahverkehr im Land beraten lassen. Unter anderem solle ein Sachsen-Tarif und ein landesweites Bildungsticket für alle Auszubildenden und Studenten geprüft werden, berichtet der MDR. (roe)

Presseschau 28. Mai

Der Ausbau der Rheintalbahn Karlsruhe-Basel wird nicht vor 2030 abgeschlossen, möglicherweise sogar erst 2035. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung unter Berufung auf eine noch nicht veröffentliche Antwort des BMVI auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Als Hauptgründe nennt der Bund Forderungen der Bürger nach einer autobahnnahen Trassierung und der Untertunnelung Offenburgs.

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig will in einer Strategiekommission über den Nahverkehr im Land beraten lassen. Unter anderem solle ein Sachsen-Tarif und ein landesweites Bildungsticket für alle Auszubildenden und Studenten geprüft werden, berichtet der MDR. (roe)

Vor- und Nachlauf untergräbt CO2-Einsparungen im Güterverkehr

  • Güterverkehr vervierfacht sich bis 2050
  • Europas Häfen wachsen um das Zweieinhalbfache

Die Ökonomen des International Transport Forum (ITF) empfehlen, dem nationalen Vor- und Nachlauf des internationalen Güterverkehrs mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er spiele eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele, machten sie am Mittwoch bei der Vorstellung des abermals erweiterten Transport Outlook 2015 auf dem ITF-Jahrestreffen in Leipzig deutlich. Weiterlesen

Vor- und Nachlauf untergräbt CO2-Einsparungen im Güterverkehr

  • Güterverkehr vervierfacht sich bis 2050
  • Europas Häfen wachsen um das Zweieinhalbfache

Die Ökonomen des International Transport Forum (ITF) empfehlen, dem nationalen Vor- und Nachlauf des internationalen Güterverkehrs mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er spiele eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele, machten sie am Mittwoch bei der Vorstellung des abermals erweiterten Transport Outlook 2015 auf dem ITF-Jahrestreffen in Leipzig deutlich. Weiterlesen

Grünes Licht für höhere Schwarzfahrerstrafen

Die Verkehrsunternehmen haben freie Hand, zum 1. Juli das Erhöhte Beförderungsentgelt (EBE) von 40 auf 60 EUR anzuheben. Die entsprechende Änderung der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen und der Eisenbahn-Verkehrsordnung wurde am 26. Mai im Bundesgesetzblatt verkündet. (roe)