MEINUNG: Das E-Auto hat sich in eine Sackgasse verfahren

Wenn es auf der Nationalen Konferenz Elektromobilität Anfang dieser Woche so etwas wie ein übergreifendes Gefühl gab, so war es da einer gewissen Ratlosigkeit. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel brachte diese am klarsten zum Ausdruck: Die Politik mache sich lächerlich, wenn sie am Ziel einer Million Elektroautos bis 2020 festhalte, obwohl jeder sehe, dass es unrealistisch sei. Das Ziel aufgeben will er aber auch nicht. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, war sein Schluss. Das einzige, was ihm selbst einfiel, war zusätzliche Förderung.

Wie wäre es, stattdessen einmal innezuhalten und zu überlegen, ob Politik und Automobilwirtschaft wirklich auf dem richtigen Weg sind? Woran liegt es, dass sich vor allem private Kunden hartnäckig allen Vermarktungsoffensiven widersetzen? Weiterlesen

Presseschau 19. Juni

Nach einem Bericht des Südkuriers soll Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Zuge der Gespräche am Donnerstag über den Bund-Länder-Finanzausgleich den Bundesländern angeboten haben, ihnen ab 2020 8,5 Mrd. EUR einschließlich der Regionalisierungsmittel für den SPNV als Ausgleich für den geplanten Wegfall des Umsatzsteuervorwegausgleichs zu zahlen. Am Vortag war noch von 8 Mrd. EUR die Rede. Aber ostdeutschen Länder hätten dies abgelehnt.

Im Kreis Calw (Baden-Württemberg) wird laut Schwarzwälder Bote darüber gestritten, warum die B28 über Nagold zu einer Landesstrasse abgestuft werden soll und stattdessen als B28a über Rottenburg geführt werden soll. Das Land verweist auf Vorgaben des Bundes, die bisherigen Anlieger auf die Funktion als „Lebensader der Region“. (roe)

Presseschau 19. Juni

Nach einem Bericht des Südkuriers soll Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Zuge der Gespräche am Donnerstag über den Bund-Länder-Finanzausgleich den Bundesländern angeboten haben, ihnen ab 2020 8,5 Mrd. EUR einschließlich der Regionalisierungsmittel für den SPNV als Ausgleich für den geplanten Wegfall des Umsatzsteuervorwegausgleichs zu zahlen. Am Vortag war noch von 8 Mrd. EUR die Rede. Aber ostdeutschen Länder hätten dies abgelehnt.

Im Kreis Calw (Baden-Württemberg) wird laut Schwarzwälder Bote darüber gestritten, warum die B28 über Nagold zu einer Landesstrasse abgestuft werden soll und stattdessen als B28a über Rottenburg geführt werden soll. Das Land verweist auf Vorgaben des Bundes, die bisherigen Anlieger auf die Funktion als „Lebensader der Region“. (roe)

Länder auch untereinander uneins über Finanzen

Beim Gespräch der Länderministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag ist offenbar keines der strittigen Verkehrsthemen zwischen Bund und Ländern gelöst worden (Regionalisierungsmittel, Entflechtungsmittel, GVFG, Bundesfernstraßen). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte nach dem Treffen lediglich, dass am Bund-Länder-Finanzausgleich „mit Hochdruck gearbeitet wird“. Er ließ durchblicken, dass sich auch die Länder untereinander noch nicht einig sind. Es werde keine Sommerpause für die Gespräche geben. (roe)

Länder auch untereinander uneins über Finanzen

Beim Gespräch der Länderministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag ist offenbar keines der strittigen Verkehrsthemen zwischen Bund und Ländern gelöst worden (Regionalisierungsmittel, Entflechtungsmittel, GVFG, Bundesfernstraßen). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte nach dem Treffen lediglich, dass am Bund-Länder-Finanzausgleich „mit Hochdruck gearbeitet wird“. Er ließ durchblicken, dass sich auch die Länder untereinander noch nicht einig sind. Es werde keine Sommerpause für die Gespräche geben. (roe)

Bund will US-Abgasstandards für Binnenschiffe

  • EU-Rat ändert den Verordnungsentwurf
  • Tabelle: Aktueller EU-Vorschlag und US-Grenzwerte im Vergleich

Berichtigt und ergänzt 19. Juni. Die Bundesregierung fordert in der Diskussion um den EU-Verordnungsentwurf für Abgasgrenzwerte von Binnenschiffen (NRMM-Verordnung) nun auch offiziell die Übernahme der US-EPA-Abgasgrenzwerte gemäß Tier 4. Das ist aus Verbandskreisen zu hören. Erst 2027 soll dann noch ein Grenzwert für die Partikelzahl hinzukommen, der einen Partikelfilter erforderlich machen würde. Weiterlesen

Bund will US-Abgasstandards für Binnenschiffe

  • EU-Rat ändert den Verordnungsentwurf
  • Tabelle: Aktueller EU-Vorschlag und US-Grenzwerte im Vergleich

Berichtigt und ergänzt 19. Juni. Die Bundesregierung fordert in der Diskussion um den EU-Verordnungsentwurf für Abgasgrenzwerte von Binnenschiffen (NRMM-Verordnung) nun auch offiziell die Übernahme der US-EPA-Abgasgrenzwerte gemäß Tier 4. Das ist aus Verbandskreisen zu hören. Erst 2027 soll dann noch ein Grenzwert für die Partikelzahl hinzukommen, der einen Partikelfilter erforderlich machen würde. Weiterlesen

EU bemängelt an Maut auch Kurzzeitvignetten und Flatrate-Charakter

Die EU-Kommission bemängelt am deutschen Pkw-Maut-Modell neben der Diskriminierung von Ausländern durch die Kfz-Steuerentlastung auch die Preise für die Kurzzeitvignetten. Das teilte die Kommission am Donnerstag bei der Einleitung des Vertragsverletzungsverfahrens mit. Nach ihrer Ansicht „sind die Preise für Kurzzeitvignetten, die typischerweise für ausländische Nutzer vorgesehen sind, überproportional teuer.“

Indirekt spricht sie sich auch gegen das deutsche Vignettenmodell wegen seines „Flatrate“-Charakters aus. „Die Kommission befürwortet verhältnismäßige, entfernungsbasierte Nutzungsabgaben, die dem Verursacherprinzip und dem entsprechenden Beitrag zum Unterhalt der Infrastruktur besser Rechnung tragen.“

Die Kommission bedauert, dass Deutschland ihre in den Gesprächen vorgebrachten Bedenken wegen einer Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit im Gesetz nicht berücksichtigt hat. „Aus Sicht der Kommission führt die teilweise auch als ‚Ausländermaut‘ bezeichnete neue Straßennutzungsgebühr für PKW dazu, dass EU-Ausländer im Ergebnis stärker belastet werden als deutsche Staatsangehörige“, heißt es wörtlich. (roe)

EU bemängelt an Maut auch Kurzzeitvignetten und Flatrate-Charakter

Die EU-Kommission bemängelt am deutschen Pkw-Maut-Modell neben der Diskriminierung von Ausländern durch die Kfz-Steuerentlastung auch die Preise für die Kurzzeitvignetten. Das teilte die Kommission am Donnerstag bei der Einleitung des Vertragsverletzungsverfahrens mit. Nach ihrer Ansicht „sind die Preise für Kurzzeitvignetten, die typischerweise für ausländische Nutzer vorgesehen sind, überproportional teuer.“

Indirekt spricht sie sich auch gegen das deutsche Vignettenmodell wegen seines „Flatrate“-Charakters aus. „Die Kommission befürwortet verhältnismäßige, entfernungsbasierte Nutzungsabgaben, die dem Verursacherprinzip und dem entsprechenden Beitrag zum Unterhalt der Infrastruktur besser Rechnung tragen.“

Die Kommission bedauert, dass Deutschland ihre in den Gesprächen vorgebrachten Bedenken wegen einer Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit im Gesetz nicht berücksichtigt hat. „Aus Sicht der Kommission führt die teilweise auch als –Ausländermaut– bezeichnete neue Straßennutzungsgebühr für PKW dazu, dass EU-Ausländer im Ergebnis stärker belastet werden als deutsche Staatsangehörige“, heißt es wörtlich. (roe)

Union will im BVWP Projekte mit Planungsrecht verankern

Die Union will offenbar für möglichst viele Projektanmeldungen zum BVWP 2015 zumindest Planungsrecht erhalten. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des verkehrspolitischen Sprechers Ulrich Lange und des zuständigen Berichterstatters Patrick Schnieder hervor. Es sei sei zwar klar, dass in den nächsten Jahren nicht alle 2000 angemeldeten Projekte finanziert werden können. Daher müsse die Umsetzung nach klaren und transparenten Kriterien erfolgen. „Projekte, die nicht direkt umgesetzt werden können, sollen aber die Möglichkeit erhalten, weitergeplant zu werden.“ Lange hatte sich in der Vergangenheit immer wieder dafür stark gemacht, Ortsumgehungen und den ländlichen Raum bei der Priorisierung der Projekte nicht zu vernachlässigen. (roe)