Niedersachsen prüft drei Bahnstrecken für SPNV-Reaktivierung

Die drei Bahnstrecken Einbeck-Mitte – Einbeck-Salzderhelden, Salzgitter-Lebenstedt – Salzgitter-Fredenberg und Neuenhaus – Bad Bentheim sollen eingehender auf ihr Reaktivierungspotenzial für den SPNV untersucht werden. Das kündigte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies nach Vorlage der Gutachten zur Nutzen-Kosten-Analyse an. Er werde in der kommenden Woche dem Lenkungskreis vorschlagen, bei diesen drei Strecken den Prozess „unverzüglich“ fortzusetzen.

Ebenfalls ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis erreichte die Strecke Buchholz -Maschen. Voraussetzung für eine Reaktivierung sei jedoch, dass DB und Bund den Knoten Hamburg entflechten, um Trassenkonflikte mit dem Güterverkehr zu vermeiden. (roe)

Streit über NRMM-Abgasgrenzwerte schwelt weiter

Im Ringen zwischen Verkehrs- und Umweltpolitikern um eine deutsche Position zum EU-Verordnungsentwurf für Abgasgrenzwerte von nicht straßengebundenen Maschinen (NRMM) zeichnet sich noch keine gemeinsame Linie ab. Das ist übereinstimmend aus Fraktions- und Verbandskreisen zu hören. Strittig sind vor allem die Abgasgrenzwerte für Binnenschiffe, aber auch die Besserstellung von Lokomotiven gegenüber Binnenschiffen wird skeptisch betrachtet.

Bei den Binnenschiffen geht es derzeit vor allem um die Frage, ob es neben dem Grenzwert für Partikelmasse einen Grenzwert für die Partikelzahl geben soll. Das fordern die Umweltpolitiker. Falls ja, führt praktisch kein Weg an aufwendiger Abgasnachbehandlung vorbei.

Die Wirtschaft plädiert für eine Übernahme der jüngsten US-Standards der Environmental Protection Agency (EPA), um so einen größeren Markt mit einheitlichen Standards für die Motorenhersteller zu schaffen. In den USA werden nach Angaben aus Branchenkreisen jährlich rund 1500-1700 Motoren für Binnenschiffe verkauft, in Europa weniger als 150. Die Zahl verteilt sich auf zwei Handvoll Hersteller. Die EPA-Standards sehen im Gegensatz zum EU-Verordnungsvorschlag keine Grenzwerte für die Partikelzahl vor. Im übrigen lägen die US-Grenzwerte bei rund 90 Prozent des von der EU angestrebten Schutzniveaus. Befürchtet wird, dass bei zu strengen Grenzwerten – und damit teuren Motoren mit Abgasnachbehandlung – die Motorenerneuerung ins Stocken gerät und so das Ziel einer verbesserten Luftqualität konterkariert wird. (roe)

Streit über NRMM-Abgasgrenzwerte schwelt weiter

Im Ringen zwischen Verkehrs- und Umweltpolitikern um eine deutsche Position zum EU-Verordnungsentwurf für Abgasgrenzwerte von nicht straßengebundenen Maschinen (NRMM) zeichnet sich noch keine gemeinsame Linie ab. Das ist übereinstimmend aus Fraktions- und Verbandskreisen zu hören. Strittig sind vor allem die Abgasgrenzwerte für Binnenschiffe, aber auch die Besserstellung von Lokomotiven gegenüber Binnenschiffen wird skeptisch betrachtet.

Bei den Binnenschiffen geht es derzeit vor allem um die Frage, ob es neben dem Grenzwert für Partikelmasse einen Grenzwert für die Partikelzahl geben soll. Das fordern die Umweltpolitiker. Falls ja, führt praktisch kein Weg an aufwendiger Abgasnachbehandlung vorbei.

Die Wirtschaft plädiert für eine Übernahme der jüngsten US-Standards der Environmental Protection Agency (EPA), um so einen größeren Markt mit einheitlichen Standards für die Motorenhersteller zu schaffen. In den USA werden nach Angaben aus Branchenkreisen jährlich rund 1500-1700 Motoren für Binnenschiffe verkauft, in Europa weniger als 150. Die Zahl verteilt sich auf zwei Handvoll Hersteller. Die EPA-Standards sehen im Gegensatz zum EU-Verordnungsvorschlag keine Grenzwerte für die Partikelzahl vor. Im übrigen lägen die US-Grenzwerte bei rund 90 Prozent des von der EU angestrebten Schutzniveaus. Befürchtet wird, dass bei zu strengen Grenzwerten – und damit teuren Motoren mit Abgasnachbehandlung – die Motorenerneuerung ins Stocken gerät und so das Ziel einer verbesserten Luftqualität konterkariert wird. (roe)

Experten uneins über ÖPNV-Finanzierung

Die Vorschläge von Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann zu einer grundlegenden Umstellung der Verkehrsfinanzierung stoßen in der ÖPNV-nahen Szene überwiegend auf Skepsis (Rail Business 6. März, Seite 1). Echte Gegenentwürfe gibt es aber auch nicht. Das wurde bei einem Fachgespräch der Grünen-Bundestagsfraktion am vergangenen Freitag in Berlin deutlich. Weiterlesen

Drei Anhörungen zu Mautthemen

Der Bundestag-Finanzausschuss veranstaltet zum Gesetzentwurf für die Pkw-Maut-Kompensation („Zweites Verkehrsteueränderungsgesetz“) eine öffentliche Anhörung.  Wie der Bundestag am Mittwoch mitteilte, findet sie am Montag, den 16. März 2015, im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses von 12.30 bis 14.00 Uhr statt. Als Sachverständige sind geladen: Vertreter der Deges und der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft, Laura Valentukeviciute (Gemeingut in Bürgerinnenhand), Prof. Christian Hillgruber (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Prof. Friedemann Kainer (Universität Mannheim) und Gerd Lottsiepen (Verkehrsclub Deutschland). Zuhörer werden gebeten, sich im Sekretariat des Ausschusses mit vollständigem Namen und Geburtsdatum per E-Mail (finanzausschuss@bundestag.de) sowie der Nummer ihres Personaldokuments anzumelden. Außerdem sind das Datum und das Thema der Anhörung anzugeben. Zur Sitzung muss das Personaldokument mitgebracht werden.

Um 14 Uhr schließt sich nach jetzigem Stand die Anhörung des Verkehrsausschusses zur Ausweitung der Lkw-Maut (3. Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes/BFStrMG) an, sie soll allerdings im Sitzungssaal E600 im Paul-Löbe-Haus stattfinden.

Die Anhörung des Verkehrsausschusses zum eigentlichen Pkw-Mautgesetz (Infrastrukturabgabe) findet am 18. März von 8 bis 10 Uhr im oben erwähnten Anhörungssaal statt. (roe)

Drei Anhörungen zu Mautthemen

Der Bundestag-Finanzausschuss veranstaltet zum Gesetzentwurf für die Pkw-Maut-Kompensation („Zweites Verkehrsteueränderungsgesetz“) eine öffentliche Anhörung.  Wie der Bundestag am Mittwoch mitteilte, findet sie am Montag, den 16. März 2015, im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses von 12.30 bis 14.00 Uhr statt. Als Sachverständige sind geladen: Vertreter der Deges und der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft, Laura Valentukeviciute (Gemeingut in Bürgerinnenhand), Prof. Christian Hillgruber (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Prof. Friedemann Kainer (Universität Mannheim) und Gerd Lottsiepen (Verkehrsclub Deutschland). Zuhörer werden gebeten, sich im Sekretariat des Ausschusses mit vollständigem Namen und Geburtsdatum per E-Mail (finanzausschuss@bundestag.de) sowie der Nummer ihres Personaldokuments anzumelden. Außerdem sind das Datum und das Thema der Anhörung anzugeben. Zur Sitzung muss das Personaldokument mitgebracht werden.

Um 14 Uhr schließt sich nach jetzigem Stand die Anhörung des Verkehrsausschusses zur Ausweitung der Lkw-Maut (3. Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes/BFStrMG) an, sie soll allerdings im Sitzungssaal E600 im Paul-Löbe-Haus stattfinden.

Die Anhörung des Verkehrsausschusses zum eigentlichen Pkw-Mautgesetz (Infrastrukturabgabe) findet am 18. März von 8 bis 10 Uhr im oben erwähnten Anhörungssaal statt. (roe)

EU-Parlament novelliert Lkw-Maße und -Gewichte

Lang-Lkw bleiben vom grenzüberschreitenden Verkehr auch in Zukunft weitgehend ausgeschlossen. Das sieht eine am Dienstag vom Europaparlament verabschiedete Novelle der Richtlinie über Maße und Gewichte vor (96/53/EG). Danach bleibt es bei der Regelung, wonach Lang-Lkw nur zwischen solchen Staaten verkehren dürfen, die sie im nationalen Regelbetrieb zulassen – also de facto nur Skandinavien.

Gebilligt wurde ein Längenzuschlag für den Transport von 45-Fuß-Containern und eine Änderung der Gewichtsgrenzen im Zulauf zum Kombinierten Verkehr: Sattelzüge mit zweiachsigen Zugmaschinen dürfen 42t wiegen, mit dreiachsigen Zugmaschinen wie bisher 44t.

Ebenfalls gebilligt wurden Längenzuschläge bei Zugmaschinen und Motorwagen für aerodynamischer und crashfreundlicher gestaltete Fahrerkabinen sowie für aerodynamische Hilfsmittel wie Flaps.

Der Europäische Rat muss die Novelle noch billigen, seine Zustimmung gilt jedoch als sicher. (roe)

EU-Parlament novelliert Lkw-Maße und -Gewichte

Lang-Lkw bleiben vom grenzüberschreitenden Verkehr auch in Zukunft weitgehend ausgeschlossen. Das sieht eine am Dienstag vom Europaparlament verabschiedete Novelle der Richtlinie über Maße und Gewichte vor (96/53/EG). Danach bleibt es bei der Regelung, wonach Lang-Lkw nur zwischen solchen Staaten verkehren dürfen, die sie im nationalen Regelbetrieb zulassen – also de facto nur Skandinavien.

Gebilligt wurde ein Längenzuschlag für den Transport von 45-Fuß-Containern und eine Änderung der Gewichtsgrenzen im Zulauf zum Kombinierten Verkehr: Sattelzüge mit zweiachsigen Zugmaschinen dürfen 42t wiegen, mit dreiachsigen Zugmaschinen wie bisher 44t.

Ebenfalls gebilligt wurden Längenzuschläge bei Zugmaschinen und Motorwagen für aerodynamischer und crashfreundlicher gestaltete Fahrerkabinen sowie für aerodynamische Hilfsmittel wie Flaps.

Der Europäische Rat muss die Novelle noch billigen, seine Zustimmung gilt jedoch als sicher. (roe)

Presseschau 11. März

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann will zusammen mit Daimler zeitnah eine Studie eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Auswirkungen von Lang-Lkw auf das Klima erstellen zu lassen. Dabei gehe es zum einen um die CO2-Einsparungen gegenüber herkömmlichen Lkw, zum anderen um Verlagerungseffekte zu Lasten der Schiene, sagte er in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Diese Fragen kämen im Feldversuch des Bundes zu kurz.

Für die geplante Abführung der DB-Zwangsdividende von 700 Mio. EUR in diesem Jahr wird es eng, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Grund sei das schlechte Ergebnis des DB-Konzerns im vergangenen Jahr. Die DB wird ihren Geschäftsbericht offiziell am 19. März in Berlin vorstellen.

Die Bundesregierung wolle einen härteren Kurs gegen die Golf-Airlines fahren, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Sie fordert zunächst faire Wettbewerbsbedingungen. Zusätzliche Munition dürfte sie von einer bisher unveröffentlichten Studie im Auftrag von US-Airlines erhalten, die die direkten und indirekten Subventionen für die Golf-Airlines in den vergangenen Jahren auf 42 Mrd. USD beziffert und die vielfältigen Verflechtungen zwischen den Regierungen und ihren Airlines offenlegt. (roe)