Presseschau 7. Dezember 2015

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek warnt laut WAZ-Zeitungen alle NRW-Bundestagsabgeordneten davor, die Mehrkosten für die milliardenschwere Untertunnelung Offenburgs im Zuge der Rheintalbahn zu genehmigen. Damit bekomme der Wahlkreis von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble „Lärmschutz de Luxe“. Groschek warnt vor „neuen nationalen Maßstäben“ für den Lärmschutz und einer Bremse für Schieneninvestitionen. (Anm.: Groschek Vorgehen scheint nicht koordiniert zu sein mit Bettina Hagedorn, siehe hier)

Die Welt will erfahren haben, dass im neuen BVWP eine Autobahn-Elbquerung östlich von Hamburg – von der A21 bis zur A39 – im vordringlichen Bedarf auftaucht. Der achtspurige Ausbau der A7 südlich des Elbtunnel soll als „Vordringlicher Bedarf plus“ (VB+) gelistet sein.

Die SHZ-Zeitungen haben festgestellt, dass sich die Bahn-Fahrzeiten aus Schleswig-Holstein ins übrige Bundesgebiet in den letzten 20 Jahren teilweise deutlich verlängert haben, und gehen den Ursachen nach. (roe)

DVF: Fernstraßengesellschaft soll auch Ländern eine Chance geben

  • Schlanke rein öffentliche Managementgesellschaft gefordert
  • Auftragsverwaltung werden zu Auftragnehmern
  • Bund soll notfalls Aufgaben an sich ziehen können
  • Echten Wettbewerb zwischen Verwaltung und ÖPP ermöglichen
  • Kredite nur zum Schwankungsausgleich

Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) plädiert für eine „sanften“ Übergang zu einer Bundesfernstraßengesellschaft, in der auch die Auftragsverwaltungen eine Chance bekommen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten neuen Positionspapier des Lenkungskreises Infrastruktur hervor. Weiterlesen

DVF: Fernstraßengesellschaft soll auch Ländern eine Chance geben

  • Schlanke rein öffentliche Managementgesellschaft gefordert
  • Auftragsverwaltung werden zu Auftragnehmern
  • Bund soll notfalls Aufgaben an sich ziehen können
  • Echten Wettbewerb zwischen Verwaltung und ÖPP ermöglichen
  • Kredite nur zum Schwankungsausgleich

Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) plädiert für eine „sanften“ Übergang zu einer Bundesfernstraßengesellschaft, in der auch die Auftragsverwaltungen eine Chance bekommen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten neuen Positionspapier des Lenkungskreises Infrastruktur hervor. Weiterlesen

Union und SPD uneins über Mehrkosten bei Rheintalbahn

  • SPD: Bund soll Lärmschutz-Mehrkosten für alle Hauptmagistralen übernehmen
  • CDU/CSU befürchten überbordende Bürgeransprüche
  • Grünen-Antrag schafft es nicht auf die Tagesordnung

Das Bekenntnis des Bundes zur Übernahme seines Anteils an den Mehrkosten für die Rheintalbahn (siehe hier) hängt in der Schwebe. Ein eigentlich schon für diese Woche geplanter Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen, mit dem sich der Bundestag selbst und die Bundesregierung in die Pflicht nehmen wollte, ist zwischen Union und Teilen der SPD umstritten. Die Entschließung soll es legitimieren, das Projekt auch dann umzusetzen, wenn es durch die Mehrkosten formal unwirtschaftlich wird.

SPD: Bund soll Lärmschutz-Mehrkosten für alle Hauptmagistralen übernehmen

Dem Vernehmen nach fordern SPD-Abgeordnete mit der (ostholsteinischen) Haushaltspolitikerin Bettina Hagedorn an der Spitze nun, nicht nur für die Rheintalbahn die Übernahme von Mehrkosten in Aussicht zu stellen, sondern für alle Eisenbahnvorhaben von europäischer Bedeutung. Klarer Nutznießer wäre die Hinterlandanbindung der Fehmarnbeltquerung – zum einen geht es dort um die im Bürgerdialog vereinbarte Umfahrung der Bäderorte an der Ostseeküste, zum anderen um den Ersatz der Fehmarnsundbrücke durch einen teuren Tunnel.

CDU/CSU befürchten überbordende Bürgeransprüche

Die Union lehnt dem Vernehmen nach eine derart weitgehende Formulierung ab, weil sie darin einen Freibrief für Kostenexplosionen für Bahnprojekte in der ganzen Republik befürchtet.

Grünen-Antrag schafft es nicht auf die Tagesordnung

Ein Anlauf der Grünen am Donnerstag, kurzfristig einen eigenen Antrag zur Rheintalbahn auf die Tagesordnung des Bundestages zu setzen, scheiterte an der Koalitionsmehrheit. (roe)

Union und SPD uneins über Mehrkosten bei Rheintalbahn

  • SPD: Bund soll Lärmschutz-Mehrkosten für alle Hauptmagistralen übernehmen
  • CDU/CSU befürchten überbordende Bürgeransprüche
  • Grünen-Antrag schafft es nicht auf die Tagesordnung

Das Bekenntnis des Bundes zur Übernahme seines Anteils an den Mehrkosten für die Rheintalbahn (siehe hier) hängt in der Schwebe. Ein eigentlich schon für diese Woche geplanter Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen, mit dem sich der Bundestag selbst und die Bundesregierung in die Pflicht nehmen wollte, ist zwischen Union und Teilen der SPD umstritten. Die Entschließung soll es legitimieren, das Projekt auch dann umzusetzen, wenn es durch die Mehrkosten formal unwirtschaftlich wird.

SPD: Bund soll Lärmschutz-Mehrkosten für alle Hauptmagistralen übernehmen

Dem Vernehmen nach fordern SPD-Abgeordnete mit der (ostholsteinischen) Haushaltspolitikerin Bettina Hagedorn an der Spitze nun, nicht nur für die Rheintalbahn die Übernahme von Mehrkosten in Aussicht zu stellen, sondern für alle Eisenbahnvorhaben von europäischer Bedeutung. Klarer Nutznießer wäre die Hinterlandanbindung der Fehmarnbeltquerung – zum einen geht es dort um die im Bürgerdialog vereinbarte Umfahrung der Bäderorte an der Ostseeküste, zum anderen um den Ersatz der Fehmarnsundbrücke durch einen teuren Tunnel.

CDU/CSU befürchten überbordende Bürgeransprüche

Die Union lehnt dem Vernehmen nach eine derart weitgehende Formulierung ab, weil sie darin einen Freibrief für Kostenexplosionen für Bahnprojekte in der ganzen Republik befürchtet.

Grünen-Antrag schafft es nicht auf die Tagesordnung

Ein Anlauf der Grünen am Donnerstag, kurzfristig einen eigenen Antrag zur Rheintalbahn auf die Tagesordnung des Bundestages zu setzen, scheiterte an der Koalitionsmehrheit. (roe)

Länder bereit zu Verzicht auf Entflechtungsmittel

Vorschlag für Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen:

  • BMF koppelt Zustimmung angeblich an Reform der Auftragsverwaltung
  • Regionalisierungsmittel kein Thema mehr

Die Länder sind bereit, nach 2019 auf explizit ausgewiesene Entflechtungsmittel zu verzichten. Sie fordern aber eine Fortführung des GVFG-Bundesprogramms in der bisherigen Höhe (333 Mio. EUR/Jahr)  und weitere Zugeständnisse des Bundes im Gesamtvolumen von knapp 9,6 Mrd. EUR/Jahr. Weiterlesen

Länder bereit zu Verzicht auf Entflechtungsmittel

Vorschlag für Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen:

  • BMF koppelt Zustimmung angeblich an Reform der Auftragsverwaltung
  • Regionalisierungsmittel kein Thema mehr

Die Länder sind bereit, nach 2019 auf explizit ausgewiesene Entflechtungsmittel zu verzichten. Sie fordern aber eine Fortführung des GVFG-Bundesprogramms in der bisherigen Höhe (333 Mio. EUR/Jahr)  und weitere Zugeständnisse des Bundes im Gesamtvolumen von knapp 9,6 Mrd. EUR/Jahr. Weiterlesen

Lies fördert erfolgreiche Schaufenster-Projekte weiter

  • Förderung für E-Autos bei Pflegediensten
  • Busförderung wird elektrofreundlich ausgestaltet
  • Ladeinfrastruktur wird weiter gefördert

Niedersachsen will einen Teil der Projekte aus dem „Schaufenster Elektromobilität“ mit eigenen Mitteln weiterfördern. Das kündigte Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies am Donnerstag an. Die Förderung des Bundes für die Schaufenster läuft Ende 2016 aus.

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