EU erwägt Regulierung für Anlastung externer Kosten

Die EU-Kommission will in der verbleibenden Amtszeit noch die methodischen Grundlagen für eine Internalisierung externer Kosten des Verkehrs schaffen. Das kündigte Rolf Diemer von der Generaldirektion Verkehr am Donnerstag auf der TÜV Mobility Conference in Berlin an. Das Vorhaben betreffe alle Verkehrsträger, betonte Diemer im Gespräch mit dem Verkehrsbrief.

Nach seinen Angaben will die Kommission im Dezember eine große Konferenz zu diesem Thema veeranstalten. Anfang 2019 soll dann eine Studie erscheinen, in denen die Internalisierung externer Kosten in den Mitgliedstaaten verglichen wird.

Der kommenden Kommission soll es dann überlassen werden, was sie daraus macht. Diemer selbst ließ Sympathie für einen europäischen Regulierungsrahmen zur Anlastung externer Kosten durchblicken. Ziel müssten jedenfalls gemeinsame Standards in der EU sein.

Ausgangspunkt für die Überlegungen ist laut Diemer unter anderem die Beobachtung, dass Verlader oft den Lkw wählten, weil er die volle Kontrolle über den Transport ermögliche. Eigentlich wirtschaftlich sinnvollere Alternativen würden aus diesem Grund nicht berücksichtigt. Er plädierte deshalb auch dafür, bei der Förderung von Multimodalität und Intermodalität stärker die Perspektive des Kunden statt des Anbieters einzunehmen. (roe)