Die Planungsvorräte für Bundesverkehrswege sind praktisch aufgebraucht. Nur bei den Bundesfernstraßen gab es Anfang Oktober noch zwölf Projekte beziehungsweise Teilprojekte mit unanfechtbarem Planfeststellungsbeschluss, die noch nicht im Bau sind. Das teilte das BMVI auf eine Anfrage der Grünen-Verkehrsexpertin Valerie Wilms mit. Damit ist der Vorrat an baureifen Straßenbauprojekten gegenüber Stand März 2017 praktisch nicht gestiegen. Damals hatte das BMVI elf Projekte und Teilprojekte mit Baurecht, aber ohne Bautätigkeit ausgewiesen (siehe hier).
Bei den Bundeswasserstraßen hingegen fehlt sogar noch für eines der „laufenden und fest disponierten Vorhaben“ ein bestandsfähiger Planfeststellungsbeschluss. Die 24 neuen Projekte des Vordringlichen Bedarfs befänden sich in unterschiedlichen Phasen der Vorplanung, schreibt das Ministerium. Bei den Bundesschienenwegen seien alle Bedarfsplanprojekte mit Baurecht auch begonnen. (roe)