Aufgefischt 19.10.2017

  • Dobrindt gibt sein Amt am 24. Oktober ab
  • Neues Versuchsareal für Straßenforscher
  • Rückschlag für Hermann
  • DSLV und BGL uneins
  • O-Bus mit Plus

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich im Mittwoch im Kabinett verabschiedet „und wurde seinerseits mit Worten des Dankes verabschiedet“, gab Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwochmittag vor Journalisten in Berlin bekannt (nicht online). In der geschäftsführenden Regierung, die mit der Konstituierung des neuen Bundestages am 24. Oktober automatisch entsteht, wird Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, ebenfalls CSU, die Amtsgeschäfte als Bundesverkehrsminister übernehmen.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat am Mittwoch laut eigener Mitteilung ihr „Demonstrations-, Untersuchungs- und Referenzareal der Bundesanstalt für Straßenwesen“ (duraBASt) offiziell eingeweiht. Ursprünglich war die Fertigstellung schon für Frühjahr 2016 geplant (siehe hier). Die Kosten haben sich von 6,8 Mio. EUR auf 13 Mio. EUR fast verdoppelt. Auf dem Gelände können unter anderem die Messfahrzeuge für die Zustandserfassung und -Bewertung von Straßen (ZEB) kalibriert werden.

Im Dauerstreit um Tempolimits auf der A81 (siehe auch hier) hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann Verkehrsminister Winfried Hermann zurückgepfiffen, berichtet unter anderem der Schwarzwälder Bote. Zuerst sollten Grüne und CDU die Sachfragen klären; bis dahin dürfen nicht einseitig Fakten geschaffen werden.

Der Speditionsverband DSLV will laut eigener Mitteilung grenzüberschreitende Beförderungen grundsätzlich vom geplanten EU-Entsenderecht für Lkw-Fahrer ausnehmen. Nur Kabotagefahrten sollen vom ersten Tag an den Sozialvorschriften des Gastlandes unterliegen. Der DSLV stellt sich damit gegen den Güterkraftverkehrsverband BGL, der in seiner Bewertung des EU-Mobilitätspakets eine Ausnahme nur insoweit fordert, als damit europäische Rundläufe ermöglicht werden können.

Die O-Bus-Stadt Esslingen ergänzt ihre Flotte um zunächst vier Hybrid-O-Busse, die dank Batterien auch 15km Reichweite außerhalb des Oberleitungsnetzes haben. Das berichtet unter anderem der Teckbote. Mit nur 15 Prozent Erweiterung des Leitungsnetzes lasse sich so der Anteil des elektrischen Busbetriebes verdreifachen. Das private Busgewerbe ist allerdings wenig erbaut, dass seine Dieselbusse auf diese Weise vom kommunalen Busunternehmen aus dem Markt gedrängt werden. (roe)