Die Pkw-Maut-Einnahmeprognose des Verkehrsforschers Ralf Ratzenberger für den ADAC scheint das BMVI mehr zu beschäftigen als es nach außen den Eindruck erweckt. Jedenfalls hat es seinen „Hausgutachter“ Prof. Wolfgang H. Schulz (Zeppelin-Universität Friedrichshafen) mit einer wissenschaftlichen Überprüfung beauftragt. Das geht aus der Antwort des BMVI auf eine Anfrage des Grünen-Haushaltsexperten Sven-Christian Kindler hervor. Ratzenberger war in seinem Gutachten vom Februar dieses Jahres zu dem Ergebnis gekommen, dass der Staat mit der Pkw-Maut netto ein Minus macht.
Schulz wurde außerdem beauftragt, eine Sensitivitätsanalyse zum Ratzenberger-Gutachten zu erstellen, also zu untersuchen, wie sich die Mauteinnahmen entwickeln, wenn einzelne Parameter verändert werden. Diese beiden noch laufenden Aufträge lässt sich das BMVI zusammen knapp 40.000 EUR kosten. Insgesamt hat Schulz vom Verkehrsministerium seit 2012 Aufträge im Gesamtvolumen von gut 150.000 EUR erhalten. (roe)