Umweltminister wollen Schiffsemissionen angehen

Die Umweltminister der Länder schießen sich auf die Luftschadstoffe aus See- und Binnenschiffen ein. Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) ist in der vergangenen Woche von der Umweltministerkonferenz (UMK) ersucht worden, „ein Konzept für eine schnelle Emissionsminderung bei Schiffen zu erarbeiten, in dem die technischen Maßnahmen und ihre Kosten zusammengestellt und die rechtlichen Möglichkeiten für Nutzervorteile für emissionsarme Schiffe, für Beschränkungen des Betriebs hoch emittierender Schiffe sowie für die Nutzung von Landstrom dargestellt, technische und rechtliche Hindernisse identifiziert und Lösungsansätze unter Vermeidung der Verlagerung des Transports auf die Straße vorgeschlagen werden“.Das geht aus der Beschlusssammlung der UMK hervor, die dem Verkehrsbrief vorliegt.

Zu prüfen sei konkret, wie die Kommunen ermächtigt werden können, Emissionsanforderungen an Schiffe bei ihnen liegende oder durchfahrende Schiffe festzulegen. Das Konzept soll bis zur übernächsten Umweltministerkonferenz in einem Jahr vorgelegt werden. Nach Ansicht der UMK stehen neben der Erneuerung der Motoren inzwischen auch erprobte technische Nachrüstsysteme zur Reduzierung von Partikeln und Stickoxiden zur Verfügung. Für Fahrgastschiffe gebe es auch elektrische Antriebe. (roe)