Aufgefischt 26.02.2018

  • Kritik an Fahrverbots-Vorschlag des BMVI
  • Schneller von Berlin nach Stuttgart?
  • Toll Collect entlastet
  • Mautpläne in Hamburg

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hält im Gespräch mit dem SWR die vom BMVI vorgeschlagene StVO-Novelle für streckenbezogene Fahrverbote bei Schadstoffgrenzwert-Überschreitungen (siehe hier) für nicht ausreichend. Sie würde im Fall Stuttgart nur zu Ausweichverkehren führen. Nötig sei eine Zonenregelung.

Das Beratungsunternehmen Intraplan hat zusammen mit Verkehrsstaatssekretär Norbert Barthle vor regionalen Kommunal- und Wirtschaftsvertretern erste Ergebnisse der Untersuchung des Schienenkorridors Stuttgart-Crailshaim-Nürnberg vorgestellt (BVWP-Projektdossier), berichtet die Südwestpresse. Das Projekt steht im potenziellen Bedarf des BVWP 2030. Durch einen Ausbau für Neigetechnik ließe sich die Fahrzeit von Stuttgart nach Berlin auf fünf Stunden verringern – derzeit sind es im günstigsten Fall fünfeinhalb Stunden.

Laut einem Bericht des Spiegel (nicht online) ist das Ermittlungsverfahren gegen Toll Collect wegen vermuteten Betruges durch überhöhte Entgelte für die Mautausweitung auf Bundesstraßen (siehe hier) eingestellt worden. Maßgeblich zur Entlastung beigetragen haben soll die Aussage von BMVI-Abteilungsleiter Gerhard Schulz, er halte das Entgelt nicht für überhöht.

Der Hamburger Verkehrssenator Frank Horch will prüfen, ob der Ersatzneubau für die Köhlbrandbrücke – formal eine Landesstraße – mit einer Maut (ko-) finanziert muss. Die Wirtschaft läuft Sturm, berichtet das Hamburger Abendblatt. (roe)