Der Terminplan für den Ersatzneubau der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal (A7) gerät anscheinend ins Rutschen. Mit einem Baubeginn wird nun erst Anfang 2023 gerechnet, war am Montag aus dem Landesverkehrsministerium in Kiel zu hören. Der frühere Ressortchef Reinhard Meyer hatte im Dezember 2015 einen Baubeginn 2022 in Aussicht gestellt (siehe hier). Dennoch soll nach Angaben aus dem Ministerium das erste neue Teilbauwerk mit vier Behelfsspuren Mitte 2026 fertiggestellt werden. Verantwortlich für die Planung ist die Deges. Der 1972 in Betrieb gegangenen Rader Hochbrücke wird noch eine Lebensdauer bis Ende 2026 zugebilligt.
Laut Aussage des BMVI in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD wird das Planfeststellungsverfahren vorausichtlich 2019 eingeleitet. Dem Kieler Landesverkehrsministerium zufolge soll es Mitte 2022 abgeschlossen werden.
Hintergrund der Verzögerung dürfte sein, dass zunächst ein vierspuriger Ersatzneubau geplant worden war. Nachdem aber schon in der bundesweiten Verkehrszählung 2014 ein Fahrzeugaufkommen festgestellt worden war, das knapp unter der Grenze für die Sechsspurigkeit lag, hat das BMVI im September 2017 die Planung eines sechsspurigen Neubaus gebilligt (siehe auch hier). Inzwischen hat das BMVI auch den sechsspurigen Ausbau der gesamten Strecke zwischen Autobahnkreuz Rendsburg und der Anschlussstelle Büdelstorf gebilligt. (roe)
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