- Diesel I: Euro-6-Pkw bei weitem nicht „sauber“
- Diesel II: Schmidt redet Autobauern ins Gewissen
- Lang-Lkw in Baden-Württemberg
- Flughäfen wählen neuen Präsidenten
- Stuttgart 21: Baden-Württemberg sieht keine Pflicht zur weiteren Mitfinanzierung
- NRW will Tunnel für Leverkusen
In der Jahresbilanz des ADAC-Ecotest hat unter 105 untersuchten Fahrzeugen der elektrisch angetriebene Hyundai Ioniq Platz 1 gemacht, gefolgt vom VW E-Golf und dem Toyota Prius Plug-In. Bestplatzierter Diesel ist auf Platz 13 der Mercedes E220d, der alle 50 Punkte für Luftschadstoffe erhielt. Schlusslichter sind Subaru Forrester, Renault Koleos und Isuzu D-Max, alle mit Diesel und null Punkten für die Luftschadstoffe. In einer Übersicht der seit 2013 gemessenen realen NOx-Emissionen von Euro-6-Diesel-Pkw liegen die drei deutschen Konzerne mit 141-1149mg/km deutlich vorne. Schlusslicht ist Renault/Dacia mit 684mg/km. Der EU-Grenzwert liegt bei 80mg/km.
Auch der Neujahrsempfang des Autoindustrieverbandes VDA stanNd im Zeichen der Dieselkrise, wie unter anderem Tagesspiegel und Handelsblatt berichten. Bundesverkehrsminister Christian Schmidt redete der Branche ins Gewissen, vermied aber es aber, eine klare Position in Sachen Hardware-Nachrüstung zu beziehen. Der scheidende VDA-Präsident Matthias Wissmann verteidigte in seiner Rede den Verbrennungsmotor und warb für Technologieoffenheit.
Das baden-württembergische Verkehrsministerium spricht sich laut eigener Mitteilung dafür aus, den verlängerten Sattelauflieger ohne Beschränkungen auf seinem Straßennetz zuzulassen. Dagegen soll die Ausweisung von Strecken für 25m-Lang-Lkw restriktiv gehandhabt werden. Darauf hätten sich Ministerium und Logistikverbände geeinigt. Der Einigung muss die Landesregierung noch zustimmen. Eine Studie im gemeinsamen Auftrag des Landes und von Daimler hatte im Herbst ergeben, dass der Lang-Lkw unter CO2-Gesichtspunkten ein Nullsummenspiel bedeutet (siehe hier).
Der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte ist zum neuen Präsidenten des Flughafenverbandes ADV gewählt worden. Die Neuwahl wurde erforderlich, weil Vorgänger Michael Garvens als Köln-Bonner Flughafenchef im Dezember nach Querelen mit dem Aufsichtsrat zurückgetreten war (siehe hier). Wie der Verband mitteilte, ist Schulte für eine volle Amtsperiode bis 2020 gewählt worden. Als Stellvertreter stehen ihm der der Münchner Flughafenchef Michael Kerkloh und der Düsseldorfer Flughafenchef Thomas Schnalke zur Seite. Schulte ist schon Präsident des Luftverkehrsverbandes BDL (siehe hier), dort endet seine Amtsperiode am 18. Mai 2018.
Baden-Württemberg ist guter Dinge, sich nicht an den Mehrkosten für Stuttgart 21 beteiligen zu müssen. Die offene „Sprechklausel“ ohne harte Zahlungsverpflichtung sei 2007 bewusst in die Finanzierungsvereinbarung aufgenommen worden, teilte das Landesverkehrsministerium am Mittwoch mit (nicht online). Anlass ist die Abgabe des Schriftsatzes für den Rechtsstreit mit der DB vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart. Laut Land habe die DB damals darauf verzichtet, weil sich die anderen Projektpartner freiwillig zu einer Beteiligung am damals für ausreichend erachteten Risikopuffer bereit erklärt haben.
NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst will sich beim Bund dafür einsetzen, dass der A1-Zulauf auf die Rheinbrücke in Leverkusen in einen Tunnel verlegt wird. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. (roe)