Aufgefischt 22.12.2017

  • Weitere Etappe für neuen Albaufstieg frei
  • Grünes Licht für Kassel-Calden
  • Weitere Interessenten für Tempo-30-Versuch
  • NRW unterstützt Lkw-Navigation

Das BMVI hat den Gesehen-Vermerk für die Planung des neuen Albaufstieges der A8 erteilt, teilt das baden-württembergische Landesverkehrsministerium mit. Dabei solle weiterhin eine Realisierung als ÖPP geprüft werden, kritisiert das Land, wenn auch offenbar nicht mehr als F-Modell mit Sondermaut. Die alte A8-Trasse soll als Ausweichtrasse erhalten bleiben. Damit wäre das wirtschaftliche Risiko einer Sondermaut unkalkulierbar. Der Bund hatte 2011 eine ÖPP-Eignungsabschätzung in Auftrag gegeben (siehe auch hier), ihr Ergebnis aber nie veröffentlicht.

Der defizitäre Regionalflughafen Kassel-Calden wird nicht zum Verkehrslandeplatz herabgestuft, teilt das hessische Landesverkehrsministerium mit. In einem Evaluierungsbericht für Verkehrs- und Finanzministerium kommt die Kanzlei Wilmer-Hale zu dem Ergebnis, dass sich der Defizitabbaupfad voraussichtlich fortsetzt. Eine Herabstufung würde kaum zusätzliche Einsparungen erbringen, aber positive wirtschaftliche Effekte zunichte machen. Die Belastung für den hessischen Landeshaushalt werde 2020 rund 6,4 Mio. EUR betragen. Entscheidend werde aber sein, ob der bisherige Ankerkunde Sundair dem Flughafen die Treue hält.

Auch Salzgitter und Hannover bewerben sich für den Tempo-30-Versuch des Landes Niedersachsen, berichten das regionale Nachrichtenportal News38.de beziehungsweise die Bild-Zeitung. Unlängst hatte Osnabrück sein Interesse bekundet (siehe hier).

Das Landesverkehrsministerium NRW hat am Donnerstag offiziell sein System zur Unterstützung von Lkw-Navigation gestartet. Damit sollen Lkw auf Vorrangrouten gesteuert und daran gehindert werden, sich unter Brücken festfahren. Zunächst ist es auf das Rheinland beschränkt, später soll es auf das ganze Land ausgeweitet werden. Theoretisch sei eine Ausweitung auf das ganze Bundesgebiet dekbar. (roe)