Neues Schild soll mehr Respekt für Ladezonen schaffen

Unklar blieb, welche anatomischen Besonderheiten die Person mit der Sackkarre aufweist. (Foto: roe)

Die Initiative des Kurier-, Express- und Paketverbandes BIEK für ein eigenständiges Ladezonen-Verkehrszeichen in der Straßenverkehrsordnung findet breite Unterstützung sowohl bei Verkehrspolitikern des Bundestages als auch in der übrigen Logistikbranche. Das wurde am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung des Verbandes in Berlin deutlich. Das Zeichen lehnt sich an die Gestaltung des Schildes für Taxistände an. Die Hoffnung des BIEK und der mit ihm in dieser Sache verbündeten Handelsverbände HDE und BVEH ist, dass derart ausgeschilderte Ladezonen von den anderen Autofahrern ähnlich gut respektiert werden wie Taxistände und sich damit das Halten in der zweiten Reihe erübrigt. „Es muss klar sein, dass sofort abgeschleppt wird“, sagte der BIEK-Vorsitzende Marten Bosselmann. Bisher sind die lediglich mit Halteverbot und Zusatzzeichen ausgeschilderten Ladezonen bis zu 80 Prozent fehlbelegt.

Daniela Ludwig, verkehrspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, begrüßte die Idee. Wenn Lieferanten tatsächlich die Ladezonen nutzen könnten, komme das Autofahrern, Radfahrern und nicht zuletzt den Fahrern der Lieferfahrzeuge zugute. Udo Schiefner, Berichterstatter der SPD-Fraktion für Güterverkehr und Logistik, hob ebenfalls hervor, dass solche Ladezonen nicht nur der Verkehrssicherheit dienten, sondern auch der Arbeitssicherheit der Fahrer. Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, empfahl, in der Verordnung auch eine zusätzliche farbliche Bodenmarkierung für die Ladezonen zu ermöglichen. Oliver Luksic, verkehrspolitischer Sprecher der FDP, begrüßte speziell den Ansatz, eine einheitliche Regelung auf Bundesebene zu schaffen. Unterstützung für die BIEK-Initiative signalisierten auch Vertreter der beiden anderen Logistikverbände BGL und DSLV.

Ludwig berichtete, dass sie und ihre SPD-Kollegin Kirsten Lühmann das Thema Ladezonen-Zeichen bereits im BMVI platziert haben. Diskutiert werden müssten noch Ergänzungen, ob zum Beispiel zeitliche Einschränkungen möglich sind.

Die Gestaltung des Verkehrsschildes selbst geht übrigens auf die Studie „Städtischer Liefer- und Ladeverkehr“ der Bundesanstalt für Straßenwesen aus dem Jahr 2007 zurück, bei der neben der Akzeptanz auch die intuitive Verständlichkeit verschiedener Kennzeichnungen untersucht wurde. (roe)

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