Die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen ab 2018 bringt netto 1,5 Mrd. EUR ein. Das sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Freitag im Bundesrat im Rahmen seiner Rede zur Pkw-Maut. Laut dem aktuellen Wegekostengutachten sollen die Bruttoeinnahmen im Jahr 2017 jedoch allein von den Lkw über 12t 2,36 Mrd. EUR betragen. Hinzu käme – im Falle einer Beibehaltung der Mautgrenze von 7,5t – ein Anteil der Mauteinnahmen aller Lkw unter 12t. Diese waren mit 310 Mio. EUR berechnet worden. Das würde einen Anteil der Erhebungskosten von rund 40 Prozent bedeuten.
Eine andere Interpretation in Berliner Fachkreisen läuft darauf hinaus, dass die Regierung offenbar unter den im Wegekostengutachten errechneten Maximalsätzen für die normalen Bundesstraßen bleiben will. Sie betragen das 2,5-fache der Sätze für die Autobahnen. Die Wirtschaft hatte deswegen bei der Veröffentlichung des Wegekostengutachten vor einer zusätzlichen Kostenbelastung für Betriebe in autobahnfernen Regionen gewarnt. (roe)