- Studie zu Herausforderungen für Autoindustrie vorgestellt
Die IG Bergbau, Chemie, Energie appelliert an die Politik, bei der Diskussion über Antriebs- und Verkehrswende den Güterverkehr und die Logistik nicht zu beschädigen. Die Tatsache, dass dieser Sektor in Deutschland im Großen und Ganzen funktioniert, sei ein wichtiger Vorteil für den Industriestandort, machte IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis am Freitag bei der Vorstellung einer Studie des Denkwerks Demokratie zur Zukunft der Automobilindustrie deutlich.
Studie zu Herausforderungen für Autoindustrie
Das Denkwerk Demokratie, getragen von den beiden Industriegewerkschaften IG Metall und IG BCE sowie Politikern von Grünen und SPD, hat in der Studie durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zusammentragen lassen, welche Herausforderungen auf die deutsche Automobilindustrie durch Antriebs- und Verkehrswende zukommen. Unter anderem wurden genannt:
- Ein höherer Anteil von „Chemie“ im Auto, speziell in Form von Batterien
- Radikale Vereinfachung des Antriebsstrangs und damit drohender Wegfall von Arbeitsplätzen
- Durchdigitalisierung des Autos und seine Rolle in IT-Ökosystemen
- Abkehr vom Autobesitz hin zu Mobilität als Dienstleistung
Studienautor Ulrich Pötschow erkannte an, dass die Autoindustrie die Herausforderungen erkannt habe, die Umsetzung und die grundlegende Neuausrichtung ließen jedoch zu wünschen übrig. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann betonte, dass die Industrie schon in die neuen Technologien und Geschäftsfelder investiere. Er ließ jedoch mit Blick auf die schleppenden Absatz von Elektroautos Zweifel durchblicken, „ob der Wurm dem Fisch schmeckt, also dem Käufer“. (roe)
Externer Link: Deutsche Automobilindustrie im Umbruch