Der Start der Geschwindigkeitskontrolle per Abschnittsmessung lässt immer noch auf sich warten. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig (PTB) prüft nach Aussagen eines Behördenvertreters weiterhin die geplante Anlage auf Konformität. Einen Zeithorizont für den Abschluss des Verfahrens wollte er nicht nennen. Eigentlich sollte der Versuch schon Ende 2015 starten (siehe auch hier).
Die „Section Control“ soll auf der Bundesstraße B6 südlich von Hannover erprobt werden. Anders als bei stationären Einzelblitzern, bei denen viele regelmäßige Fahrer nur kurz vorher abbremsen, wird bei der Abschnittskontrolle die Durchschnittsgeschwindigkeit aus der Zeit zwischen Einfahrt und Ausfahrt aus dem Abschnitt ermittelt.
Die Hoffnung ist daher, dass sich so der Verkehrsfluss verstetigen lässt. Auch aus NRW ist deswegen Interesse bekundet worden. Die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken hat im Januar Abschnittskontrolle für den Zulauf zur Leverkusener Rheinbrücke im Zuge der A1 vorgeschlagen, um die Unfallhäufigkeit zu verringern. Die Stadt Düsseldorf schlägt den östlichen Zulauf zur Fleher Rheinbrücke (A46) vor, um das Tempolimit aus Lärmschutzgründen besser durchsetzen zu können. (roe)