- BMVI lehnt Ausbau ab
- HTC sieht Potenzial für Aufkommensverdreifachung
Der IHK-Arbeitskreis Elbe-Lübeck-Kanal verstärkt den Druck auf die Politik, die Ertüchtigung des Kanals in den BVWP 2015 aufzunehmen: Bei einem Treffen mit dem Koordinator der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt Gustav Herzog (SPD) überreichte eine Delegation des Arbeitskreises einen „Letter of Intent“. Darin bekunden 36 Unternehmen ihre Absicht, „verstärkt Ladung per Binnenschiff auf den Weg zu bringen, wenn die Infrastruktur eine moderne und wirtschaftliche Binnenschifffahrt ermöglicht“.
BMVI lehnt Ausbau ab
Das Güteraufkommen auf dem ELK belief sich in den vergangenen Jahren auf rund 700.00t/Jahr, davon hatten rund 40 Prozent Ursprung oder Ziel am Kanal selbst. Damit wurde der Kanal in die Wasserstraßenkategorie C (unter 1 Mio. t/Jahr) eingestuft. Das BMVI hat sich vor diesem Hintergrund auch gegen Bestrebungen aus der EU durchgesetzt, den Kanal zu einem TEN-T-Verkehrsweg zu erklären.
HTC sieht Potenzial für Aufkommensverdreifachung
Nach einer Studie des Beratungsunternehmens HTC aus dem Jahr 2012 beläuft sich das Aufkommenspotenzial am ELK bei einem Ausbau nach heutigen Standards jedoch je nach Szenario auf 2-3,75 Mio. t, im Idealfall sogar 6 Mio. t. Nötig sei eine Verlängerung von sechs alten Schleusen von 80,5 auf 115m Länge, eine Abladetiefe von 2,80m (derzeit 2m) und eine Anhebung von acht Brücken für die zweilagige Containerschifffahrt. HTC hat die Investitionskosten 2012 auf zusammen 464 Mio. EUR geschätzt. (roe)