- Polnische Inlandszüge fahren bis Görlitz
- Berlin und Brandenburg bezuschussen „Kulturzüge“ nach Breslau
- BMVI will endlich Ratifizierung des Bahnabkommen einleiten
In den Schienenpersonenverkehr zwischen Deutschland und Polen kommt wieder Bewegung: Beim ersten Deutsch-Polnischen Bahngipfel am vergangene Freitag in Potsdam wurde vereinbart, ab Dezember 2015 wieder drei durchgehende Zugpaare auf der Dresden-Görlitz-Breslau/Wroclaw zu finanzieren. Die Verbindung war im März 2015 eingestellt worden, nachdem die polnische Seite die Zahlung ihres Betriebszuschusses eingestellt hatte. Ebenfalls ab Dezember 2015 soll täglich ein weiterer Direktzug zwischen Berlin und Stettin/Szczecin verkehren.
Polnische Inlandszüge fahren bis Görlitz
Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig erreichte bei einem parallelen Gespräch in Breslau, dass polnische Züge künftig nicht im östlich der Neiße gelegenen Zgorzelec enden, sondern bis zum deutschen Grenzbahnhof Görlitz durchfahren. Damit werden weitere Umsteigeverbindungen ermöglicht.
Berlin und Brandenburg bezuschussen „Kulturzüge“ nach Breslau
Woidke kündigte an, dass „mit höchster Wahrscheinlichkeit“ zwischen Mai und September 2016 an Wochenenden durchgehende „Kulturzüge“ Berlin und Breslau verbinden werden, um Interessierten einen Besuch der Kulturhauptstadt Europa 2016 per Bahn zu ermöglichen. Brandenburg und Berlin beteiligen sich mit je 100.000 EUR an dem Zug. Der letzte Fernzug war Ende 2014 mangels Nachfrage und nicht konkurrenzfähiger Fahrzeiten eingestellt worden.
BMVI will endlich Ratifizierung des Bahnabkommen einleiten
Bund und DB sicherten zu, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Strecke (Berlin-) Angermünde-Stettin (Stettin) bis 2020 zu eletrifizieren und zu ertüchtigen. Dann soll der Zug zwischen beiden Metropolen 80 statt aktuell rund 100 Minuten benötigen. Laut Woidke habe die Bundesregierung zugesichert, dass das Vertragsgesetz zum 2012 unterzeichneten Eisenbahnrahmenabkommen noch im September 2015 dem Bundeskabinett vorgelegt und dann rasch vom Bundestag verabschiedet werden soll.
An dem Gipfel unter Leitung des Polen-Koordinators der Bundesregierung, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, nahmen Vertreter der beiden Zentralregierungen, der angrenzenden Bundesländer und Wojewodschaften sowie der beteiligten Eisenbahnen teil. (roe)