Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zum Bau der restlichen drei Bauabschnitte der A49 von Neuental bis zur A5 hervor. Danach werden für die 42,6km vierspurige Autobahn zwar nur 159ha Boden versiegelt. Das entspricht einer theoretischen Fahrbahnbreite (ohne Parkplätze und Auf- und Abfahrten) von gut 37m. Es werden aber insgesamt 415ha landwirtschaftlicher Flächen in Anspruch genommen, also gut 100m Breite.
Hinzu kommen die Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, nach Angaben des BMVI 901ha. Außerdem müssen 108ha Wald als Ersatz aufgeforstet werden. Das entspräche eine zusätzlichen Verbreiterung des betroffenen Streifens an der Fahrbahn um 237m.
Der Bund erhofft sich von dem weitgehend baureifen Projekt, dass es die Autobahnen A7 und A5 aufgrund der kürzeren Strecke und der günstigeren Steigungsverhältnisse um rund 20.000 Kfz/Tag im Verkehr zwischen Kassel und dem Rhein-Main-Gebiet entlastet. „Allerdings ist dafür der Aufwand sowie der Einschnitt in den Naturraum enorm“, kritisiert die Grünen-Verkehrsexpertin Valerie Wilms. „Es ist fraglich, ob die vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen die gewünschten Effekte entfalten.“ (roe)