Der Schiffbauverband VSM und der Binnenschifffahrtsverband BDB fordern geschmeidigere Verfahren bei der Zulassung von Binnenschiffen. Dafür sollten auch verstärkt externe Sachverständige eingebunden werden. Die zur Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes gehörende Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission (ZSUK) sei unterbesetzt und könne häufig nicht zeitnah genug reagieren. Die Wartezeiten für Besichtigungen oder Besprechungen betragen nach Angaben der Verbände inzwischen bis zu vier Monate.
Konkret schlagen VSM und BDB vor:
- Leichter externe Sachverständige zuzulassen
- Sicherzustellen, dass auch außerhalb der Bürozeiten Sachverständige die Weiterfahrt von Schiffen erlauben können, die von der Wasserschutzpolizei festgelegt worden waren
- Besichtigerteams auf ein bis zwei Personen zu beschränken
- Von anderen Stellen ausgestellte Bescheinigungen leichter anzuerkennen
- Möglichst viele Bauvorschriften so zu gestalten, dass sie die Schutzziele definieren und nicht eine bestimmte Art der Konstruktion.
Außerdem sollte Deutschland die Erfahrungen von Nachbarstaaten auswerten, die private Inspektoren stärker einbinden. (roe)