Große Länderunterschiede bei stufenfreien Bahnhöfen

Das in der vergangenen Woche vom BMVI angekündigte Programm für die Barrierefreiheit von kleinen Bahnhöfen sollte auf 150 Mio. EUR verdreifacht und über das Jahr 2018 hinaus fortgeführt werden. Das fordert Allianz-Pro-Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch aus Anlass der Vorlage eines Ländervergleichs zu „stufenfreien“ Bahnhöfen. Stufenfreiheit ist ein Teilaspekt der umfassenderen Barrierefreiheit.

Danach liegen Berlin und Schleswig-Holstein mit einem Anteil von 94 Prozent an der Spitze. Das Schlusslicht ist mit großem Abstand das Saarland mit 49 Prozent. Die Stadtstaaten Bremen und Hamburg liegen beim bundesweiten Durchschnitt von 76 Prozent. Berücksichtigt wurden in dem Ländervergleich nur DB-Bahnhöfe, keine NE-Bahnen.

„Für uns sind die markanten Unterschiede innerhalb Deutschlands ein Zeichen dafür, dass die Länder unterschiedlich viel für ihre Bahnhöfe tun“, betonte Flege. Er widersprach der Auffassung, dass die Herstellung der Stufenfreiheit allein in der Verantwortung der Eisenbahninfrastrukturunternehmen liege. „Bahnhofsfinanzierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Deutscher Bahn, Bund, Ländern und Kommunen.“ Beim gesetzlich vorgeschriebenen barrierefreien Umbau der Bahnhöfe dürften Kommunen und Bundesländer nicht alleine gelassen werden. (roe)

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