Die S-Bahn Berlin wünscht sich von der Politik Unterstützung beim Ausbau ausgewählter eingleisiger Abschnitte, um so eine bessere Pünktlichkeit anbieten zu können. Das ließ Geschäftsführer Peter Buchner am Mittwoch bei der Jahrespressekonferenz der DB-Tochter durchblicken. Als dringendste Kandidaten für einen zweigleisigen Ausbau bezeichnete er die S25 Richtung Tegel, die S2 Richtung Norden und die Einfahrt nach Potsdam. Für den Bahnhof Westend wünschte er die Wiederinbetriebnahme der dritten Bahnsteigkante, um so Züge auf der Ringbahn ohne Fahrzeitverlust tauschen zu können.
Zu Netzerweiterungen äußerte sich Buchner sehr zurückhaltend. Auf Nachfrage deutete er an, dass er auf der Strecke von Spandau Richtung Falkensee und in einer Verlängerung der Teltower Strecke (S25) Potenzial sehe. Die Entscheidung liege aber bei der Politik, betonte er. Als Erfolgsgeschichte bezeichnete die 2005 in Betrieb genommene S-Bahn-Erweiterung nach Teltow Stadt. „S-Bahn-gemäße Fahrgastzahlen“ hätten sich aber erst nach der Verdichtung auf den 10-Minuten-Takt und einer systematischen Neuausrichtung der örtlichen Buslinien eingestellt, betonte er. (roe)