Zustandsnote 4 für Bahnbrücken laut BMVI Teil des Lebenszyklus

Die Zustandsnote 4 für marode Bahnbrücken stellt aus Sicht der DB einen regulären Teil im Lebenszyklus dar. Das geht aus der Antwort des BMVI auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, die im vergangenen Jahr die Zustandsnoten aller DB-Brücken abgefragt hatten. Danach fielen gut 1140 Bauwerke oder 4,5 Prozent aller Brücken in die Zustandskategorie 4. Diese bedeutet laut Unternehmensdefinition gravierende Schäden am Bauwerk, die zwar die Sicherheit noch nicht beeinflussen, aber eine wirtschaftliche Instandsetzung unmöglich machen. Die Zustandskategorie setze sich zusammen aus Zustandsbewertungen für Stand-, Betriebs- und Verkehrssicherheit.

Wie das BMVI unter Berufung auf DB-Angaben mitteilt, gibt es keinen nach den Kategorien fest vordefinierten Zeitplan für die einzelnen Brückensanierungen. Die Zustandskategorie erlaube jedoch eine grobe Abschätzung, wann und in welchem Umfang in der Summe Sanierungsarbeiten zu erwarten seien. Die Regelplanung einer Brücke bis zur Inbetriebnahme betrage rund sieben Jahre. Die Hauptprüfung, die Ausgangspunkt für die Einordnung in eine Zustandskategorie ist, findet jedoch nur alle sechs Jahre statt. Welche Brücken konkret wann erneuert wird, lege die DB in „Entscheidungskonferenzen“ fest, die regelmäßig in den jeweiligen Regionalbereichen stattfänden. In der Regel nähmen daran die Anlagenverantwortlichen, die regionalen Vertreter für Anlagenplanung und für Planung und Steuerung sowie beratend die Fachbeauftragten für Ingenieurbauwerke teil. (roe)

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