Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hat erneut die Entscheidung des Bundes kritisiert, den Ausbau der A6 zwischen Wiesloch/Rauenberg bis Weinsberg als ÖPP zu vergeben. Anlässlich des Versand der Auschreibungsunterlagen an die vier erfolgreichen Bewerber aus dem Teilnahmewettbewerb erklärte er, wäre der Bund dem Vorschlag des Landes gefolgt, das Vorhaben konventionell zu finanzieren, „hätte man sich die Suchschleife für ein privates Konsortium sparen können“.
Die vier Bewerbergemeinschaften haben nun bis zum 12. November 2015 Zeit, ihr erstes Angebot abzugeben, teilte das Ministerium mit. Nach der Prüfung und Wertung der Angebote und einer Verhandlungsphase dürfen die zwei vorne liegenden Bieter ein zweites Angebot abgeben. Laufe alles nach Plan, könne Anfang 2017 mit der Bauausführung begonnen werden. Im Sommer 2019 soll die Ausbaustrecke wieder voll nutzbar sein.
Gegenstand des ÖPP-Vertrages mit einem Auftragsvolumen von mehr als einer Mrd. EUR ist der sechsstreifige Ausbau auf einer Länge von 25,5km sowie der Betrieb der 48,7km langen Vertragsstrecke für 30 Jahre. (roe)