DUH misst an 67 Stellen überhöhte NOx-Werte

  • Sechs neue Kommunen mit Verdacht auf Grenzwertüberschreitung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bei ihrer Mitmachaktion zur Messung der NOx-Belastung (siehe hier) an 12 Prozent von 559 ausgewählten Orten Überschreitungen des EU-Grenzwerts festgestellt. Das teilte Geschäftsführer Jürgen Resch am Donnerstag in Berlin mit. An 67 Messpunkten sei der Wert von 40 Mikrogramm/m3 überschritten worden. Die beiden höchsten Wert (58-59 Mikrogramm/m3) sind in Berlin gemessen worden, die zweithöchsten Werte von jeweils gut 53 Mikrogramm/m3 in Stuttgart, Alsfeld und Köln.

Sechs neue Kommunen mit Verdacht auf Grenzwertüberschreitung

Alsfeld ist bisher nicht in der vom Umweltbundesamt geführten Liste der Städte mit Grenzwertüberschreitungen enthalten (siehe hier). Weitere Gemeinden, in denen laut DUH die Grenzwert überschritten wurden und die bisher nicht auf dem Radar des UBA sind, sind Landshut (knapp 43 Mikrogramm/m3), Hattersheim, Höchberg und Oberasbach (41-42 Mikrogramm/m3) und Budenheim (genau 40 Mikrogramm/m3).

Resch betonte, dass die Messungen der DUH nicht rechtssicher sind, sondern nur den zuständigen Behörden einen Hinweis liefern sollen, wo sich ein genaues Nachmessen lohnen würde. Die festgestellten Messwerte seien auch nicht auf Jahresmittelwerte umgerechnet worden, sondern Momentaufnahmen.

Wegen der Kältewelle im Februar sei darüber hinaus zu vermuten, dass die tatsächliche Luftbelastung während der einmonatigen Messperiode jeweils rund 10 Prozent höher lag als gemessen. Die DUH hat sogenannte Passivsammler-Messröhrchen verwendet, die bei starker Kälte die Stickoxide nur reduziert aufnehmen. Er kündigte eine zweite Messkampagne für Juni an.

Weitere Klagen angekündigt

Resch kündigte an, dass die DUH voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden werde, weitere zehn weitere Städte auf wirksame Maßnahmen gegen die Stickoxidbelastung zu verklagen. (roe)

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