Aufgefischt 23.10.2017

  • Straße wichtiger als Schiene
  • Hauptausschuss für haushaltspolitische Handlungsfähigkeit
  • B2-Ortsumfahrung wird erneut teurer
  • Bus-Parallelverkehre zum SPNV in der Kritik
  • Mofair-Vorstand neu gewählt

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des ADAC sehen zwei Drittel der Bürger Erhalt und Ausbau des Straßennetzes als eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Regierung an. Nur 55 Prozent sehen das beim Schienennetz ebenso, auch wenn 59 Prozent den Klimaschutz für eine wichtige Aufgabe halten. Konkret bejahen 57 Prozent ambitionierte CO2-Grenzwerte für Neufahrzeuge, aber nur 16 Prozent fordern, zugunsten des Klimaschutzes das Autofahren zu verteuern.

Das Deutsche Verkehrsforum fordert in einer Pressemitteilung, dass der Bundestag über einen Hauptausschuss  auch während der noch laufenden Koalitionsverhandlungen - wie schon im Herbst 2013 - die Finanzierung wichtiger verkehrspolitischer Vorhaben sicherstellt. Genannt werden der Mobilitätsfonds und die Trassenpreissenkung für den Schienengüterverkehr.

Die 2011 mit knapp 174 Mio. EUR in den Straßenbauplan eingestellte B2-Ortsumfahrung Oberau im Wahlkreis von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wird noch einmal um 24 Mio. EUR teurer und soll jetzt 228 Mio. EUR kosten. Das berichtet der Merkur. Hauptverursacher ist mit 20 Mio. EUR die fachgerechte Entsorgung des Ausbruchgesteins, weil es mit von Natur aus mit Thallium durchsetzt ist.

Thüringen will gering frequentierte SPNV-Bahnhalte und -Strecken unter die Lupe nehmen, berichtet die Thüringer Allgemeine. Als eine Ursache werden schon jetzt Bus-Parallelverkehre genannt, die durch die Orte fahren, während die Bahnstationen oft weit außerhalb liegen.

Der Wettbewerbsbahn-Verband Mofair hat am Freitag laut eigener Mitteilung seinen bisherigen Vorstand im Amt bestätigt und zusätzlich National-Express-Chef Dirk Ballerstein in den Vorstand berufen. Ex-National-Express-Chef Tobias Richter bleibt dem Vorstand aber als kooptiertes Mitglied erhalten. (roe)