BMVI stellt Aktionsplan Güterverkehr ins Internet

  • BGL bemängelt Fehlen von Maßnahmen gegen Sozialdumping
  • NE-Bahnen wollen Unterstützung für Güterstrecken und Hybridloks

Ergänzt 17./18.12.2015 Das BMVI hat am Donnerstag den weiterentwickelten Aktionsplan Güterverkehr und Logistik endgültig online gestellt.  Er kann unter dem Link http://www.bmvi.de/Aktionsplan-GuL abgerufen werden. Anders als bisher sei der Aktionsplan jetzt ein „lebendes Dokument“, das auch die Fortschritte bei der Umsetzung abbilde, erläuterte Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär. „Nach der heutigen Veröffentlichung auf unserer Website werden wir den Aktionsplan deshalb in regelmäßigen Abständen digital fortschreiben.“

BGL bemängelt Fehlen von Maßnahmen gegen Sozialdumping

Der Güterkraftverkehrsverband BGL bemängelte, dass von ihm eingebrachte konkrete Vorschläge unter anderem zur Bekämpfung des Sozialdumpings im europäischen Wettbewerb sowie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen des Fahrpersonals keinen Eingang in diese „Gesamtstrategie für die künftige Ausrichtung des Güterverkehrs“ gefunden haben. Angesichts der Tatsache, dass das BMVI von einem „lebenden Dokument“ spreche, werde der Verband weiter daran arbeiten, dass die von ihm eingebrachten Themen in der politischen Diskussion bleiben.

NE-Bahnen wollen Unterstützung für Güterstrecken und Hybridloks

Der NE-Bahn-Verband Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) hofft, dass bei der Fortschreibung des Aktionsplans mehr Gewicht auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte gelegt wird und mehr Maßnahmen zugunsten der Schiene berücksichtigt werden. Angemahnt werden schnellere Finanzierungsperspektiven für den Ausbau der Rheintalbahn und mehr Gewicht auf güterverkehrsrelevante Netzverbesserungen. Bei der Förderung von innovativen Antriebstechniken fehlten Hybridlokomotiven.

(roe)

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