Straßenbauer in Leverkusen stehen vor Lärmdilemma

  • Tunnellösung teurer und problematisch für Chemiestandort Leverkusen
  • Veröffentlichung erst zur Jahreswende

Für den Ersatzneubau des westlichen A1-Zulaufs zur Leverkusener Rheinbrücke gibt es keine Variante, die die Lärmgrenzwerte vollständig einhält. Das geht laut nach Angaben der NRW-Straßenbauverwaltung aus einer Machbarkeitsstudie hervor, in der 14 Hochstraßen- und Tunnelvarianten verglichen wurden. Die bisherige Hochstraße – im Volksmund „Stelze“ – soll im Zuge des Neubaus der Rheinbrücke ebenfalls ersetzt werden. Statt vier Fahrspuren plus Standstreifen sind zehn Fahrspuren geplant.

Tunnellösung teurer und problematisch für Chemiestandort Leverkusen

Die von vielen Bürgern und der Stadt gewünschte Tunnellösung sei zwar möglich, koste aber mindestens 560 Mio. EUR statt 300 Mio. EUR für eine neue Hochstraße. Die Bauzeit betrage für einen Tunnel mindestens 8 Jahre, für eine Hochstraße 4,5 Jahre. Die neue Rheinbrücke soll aber schon 2020 in Betrieb gehen. Gefahrguttransporte durch den Tunnel wären nur eingeschränkt möglich. Wie Straßen NRW mitteilte, läuft derzeit noch eine Studie zu den Umweltauswirkungen.

Veröffentlichung erst zur Jahreswende

Wie es weiter heißt, wollen Bund, Land und Stadt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie in den kommenden Wochen auswerten. Auszüge der Studie seien in der neuen Ausgabe der Bürgerzeitung Dialog zu finden, die in den nächsten Tagen in Leverkusen verteilt wird. Die komplette Machbarkeitsstudie soll zum Jahreswechsel auf www.a-bei-lev.nrw.de erscheinen. (roe)

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