Beckmeyer will Zehnjahresplan für maritime Wirtschaft

  • Flexiblere Schiffsbesetzungsordnung weiter in der Schwebe
  • Häfen sollen auch eigenen Beitrag leisten
  • Vier Schlüsselfelder für die Industrie definiert

Uwe Beckmeyer auf der Nationalen Maritimen Konferenz (Foto: roe)
Uwe Beckmeyer auf der Nationalen Maritimen Konferenz (Foto: roe)

Ergänzt 20.10.: Link zum Eckpunktepapier Die Bundesregierung will mit der geplanten nationalen Maritimen Strategie einen Zehnjahresfahrplan für die maritime Wirtschaft aufstellen, der ü

ber das bisherige Hangeln von einer maritimen Konferenz zur nächsten hinausgeht. Das sagte der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer, am Montag auf der Nationalen Maritimen Konferenz in Bremerhaven bei der Vorstellung des Eckpunktepapiers. „Es kann nicht nur um mehr Bundesmittel gehen“, betonte er mit Verweis auf vorausgegangene Gespräche mit der Wirtschaft. Es gehe vielmehr darum, was alle Beteiligten tun könnten, „damit es der maritimen Wirtschaft auch in zehn Jahren gut geht.“

Flexiblere Schiffsbesetzungsverordnung weiter in der Schwebe

Enttäuscht zeigte er sich, dass es in Sachen flexiblere Schiffsbesetzungsverordnung noch keine Einigung gibt. „Ich hätte mir gewünscht, dass uns die Sozialpartner bereits zur Nationalen Maritimen Konferenz eine Lösung vorlegen.“

Häfen sollen auch eigenen Beitrag leisten

Den See- und Binnenhäfen stellte Beckmeyer eine bessere Infrastrukturanbindung in Aussicht. Im Gegenzug mahnte er an, die knappen Hafenkapazitäten effizienter zu nutzen.

Vier Schlüsselfelder für die Industrie definiert

Die Industrie forderte Beckmeyer auf, die Kräfte zu bündeln. Es gebe in Deutschland viele starke Zulieferer, aber nur wenige Systemanbieter. Als Schlüsselfelder identifizierte er Green Shipping, Offshore-Windenergie, Tiefseebergbau und Industrie 4.0. Industrie 4.0 ermögliche die für Deutschland besonders wichtige Einzelfertigung zu wirtschaftlichen Kosten. (roe)

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