- VDR wünscht Förderprogramm für LNG
- ZDS fordert Zusagen aus Koalitionsvertrag ein
Der am Mittwoch vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Bericht zur Maritimen Wirtschaft ist bei den Branchenverbänden auf ein gemischtes Echo gestoßen. Ralf Nagel vom Reederverband VDR begrüßte zwar, dass die Bundesregierung in ihrer Analyse der Lage der maritimen Wirtschaft im Wesentlichen mit dem VDR übereinstimme und Handlungsbedarf erkenne. Er forderte aber konkrete politische Entscheidungen: „Bei der Unterstützung einheimischer Seeleute, um das maritime Know-how für den gesamten Standort zu sichern, brauchen wir in Deutschland endlich Anschluss an die europäische Normalität“, sagte in deutlicher Anspielung auf den Lohnsteuereinbehalt.
VDR wünscht Förderprogramm für LNG
Um mehr LNG-angetriebene Schiffe in Fahrt zu bringen, „müssen die Mehrkosten für den Markteintritt durch ein breites Förderprogramm des Bundes aufgefangen und einheitliche Vorschriften in den Häfen geschaffen werden“, forderte Nagel. Zudem müsse sich die Bundesregierung bei der EU stärker gegen regionale Sonderregeln einsetzen „und stattdessen konsequent weltweit einheitliche Standards bei der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation vorantreiben“.
ZDS fordert Zusagen aus Koalitionsvertrag ein
Der Seehafenverband ZDS sieht Nachbesserungsbedarf, falls der Bericht einen Ausblick auf die Maritime Strategie der Bundesregierung sein soll. So fehle im Kapitel Forschung und Entwicklung ein Hinweis auf die Seehafentechnologien. Ebenfalls fehle ein Hinweis auf die im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellten Finanzierung von Hafeninfrastruktur für die Offshore-Windenergie. Die Bedeutung des Ausbaus von seewärtigen Zufahrten und Hinterlandanbindungen werde richtigerweise betont. „Doch aus Sicht des ZDS müssen diese Investitionen weiter aufgestockt und um die notwendigen Personalressourcen für Planung und Umsetzung ergänzt werden“, heißt in der Stellungnahme. (roe)