- Auftraggeberhaftung streichen, internationale Verkehre ausnehmen
- Beschäftigung von Flüchtlingen erleichtern
Die Spitze des Speditionsverbandes DSLV hat bei einem Treffen mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Donnerstag erneut Nachbesserungen beim Mindestlohngesetz gefordert. So müsse zum einen die Auftraggeberhaftung gestrichen werden, zum anderen seien internationale Verkehre aus dem Geltungsbereich des Gesetzes herauszunehmen. Damit könne gleichzeitig den Bedenken der EU-Kommission begegnet und ein Vertragsverletzungsverfahren vermieden werden.
Beschäftigung von Flüchtlingen erleichtern
DSLV-Vizepräsident Willem van der Schalk plädierte ferner dafür, die Beschäftigung von Flüchtlingen in Speditionsbetrieben auch im kaufmännischen Bereich zu erleichtern. Qualifizierte Flüchtlinge könnten für die vom Fachkräftemangel bedrohte und international agierende Logistikbranche eine wertvolle Bereicherung sein. Leider scheitere eine für Betroffene, die Unternehmen und den Staat sinnvolle Beschäftigung von Flüchtlingen an der aktuellen Bürokratie: „Die Behördenprozesse sind allein schon für Programme mit bezahlten Praktika für Flüchtlinge langwierig und schwer zu durchblicken. Hier muss die Politik dringend Hürden senken“, verlangte van der Schalk. (roe)