Bund will Anschaffung von Hybrid-Lkw fördern

  • Lkw-Verkehr soll bis zu 1,5 Mio. t CO2 einsparen
  • Daimler drängt auf Lang-Lkw-Freigabe auch in Rheinland-Pfalz
  • Neuer Zungenschlag bei DB Schenker

Das BMVI wird die Anschaffung emissionsarmer Lkw mit einem mindestens mittleren zweistelligen Millionenbetrag fördern. Das stellte Verkehrsstaatssekretär Norbert Barthle am Mittwoch auf dem VDA-Nutzfahrzeug-Symposium in Berlin in Aussicht. Die Fördersumme des früheren Innovationsprogramms von „25-30 Mio. EUR ist eher die Untergrenze“, sagte er.

Lkw-Verkehr soll bis zu 1,5 Mio. t CO2 einsparen

Grundlage für die Maßnahme ist das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 der Bundesregierung, in dem dem Verkehrssektor aufgetragen wurde, die CO2-Emissionen bis 2020 um zusätzlich 7-10 Mio. t/Jahr zu verringern. Laut Aktionsprogramm soll unter anderem die Markteinführung von Hybrid-Lkw unterstützt werden, um so 1 bis 1,5 Mio. t CO2-Äquivalente/Jahr einzusparen.

Daimler drängt auf Lang-Lkw-Freigabe auch in Rheinland-Pfalz

Auf derselben Veranstaltung berichtet Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard, dass sein Unternehmen nicht nur mit NRW-Verkehrsminister Michael Groschek im Gespräch über eine Teilnahme am Lang-Lkw-Feldversuch sei, sondern auch mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Infrastrukturminister Roger Lewentz aus Rheinland-Pfalz. Diejenigen Länder, die sich noch verweigerten, müssten sich bald fragen: „Können wir es uns als Land leisten, dieses Potenzial nicht zu nutzen?“

Neuer Zungenschlag bei DB Schenker

DB-Schenker-Vorstandschef Hansjörg Rodi blieb bei der bekannten Linie des DB-Konzerns zum Lang-Lkw, ließ unterschwellig aber Sympathie durchblicken. „Wir sehen den Lang-Lkw kritisch, wenn er sich nicht in ein Gesamtkonzept einbettet“, sagte er und nannte als Beispiel den Kombinierten Verkehr. „Deswegen haben wir auch nicht am Pilotversuch teilgenommen.“ Er begrüße es aber, dass jetzt die „Emotionalisierung aus dem Thema raus ist“. (roe)

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