Der Bund will am Neckar zunächst die vorhandenen Schleusenkammern zwischen Heilbronn und Stuttgart bzw. Plochingen sanieren, bevor er den Ausbau mit neuen Schleusenkammern von 135m Länge in Angriff nimmt. Das teilte Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann auf eine Anfrage des Grünen-Verkehrsexperten Matthias Gastel mit. Grund ist, dass während des Baus die alten Schleusenkammern störungsfrei funktionieren müssen, damit der Neckar nicht „dicht“ ist. Der Festlegung auf konkretes Fertigstellungsdatum für die Sanierung und den Ausbau wich er aus. Vage wies er ferner darauf hin, dass alle noch nicht begonnenen Aus- und Neubauvorhaben im Rahmen für den BVWP 2015 noch einmal neu bewertet werden.
Ferlemann sagte weiter, dass der Ausbau mit 135m-Schleusenkammern bis Heilbronn Priorität habe. Engpass sei weniger das Geld, sondern die Planungskapazität. Teilweise müsse erst Baurecht geschaffen werden. Zudem habe sich der Baugrund hat sich als deutlich schlechter als ursprünglich kalkuliert herausgestellt. „Von daher ist der Zeitplan – das Jahr 2031 ist angegeben – angespannt“, sagte Ferlemann. (roe)