Software-Updates kommen offenbar gut voran

Die nach dem Diesel-Abgasskandal angeordneten oder freiwillig zugesagten Software-Updates liefern offenbar die vom Bund auf den Nationalen Forum Diesel verlangten Emissionsverbesserungen. Die durchschnittliche relative NOx-Einsparung über alle von verpflichtenden Rückrufen betroffene Fahrzeuge des VW-Konzerns betrage 26 Prozent, geht aus der Antwort von Verkehrsstaatssekretär Norbert Barthle auf eine Anfrage des SPD-Verkehrsexperten Arno Klare hervor. Zum 1. Dezember waren rund 90 Prozent der betroffenen Fahrzeuge umgerüstet. Zum damaligen Zeitpunkt ging es um knapp 2,5 Mio. Fahrzeuge.

Bei den „freiwilligen Serviceaktionen“ von Porsche, Volkswagen, Audi, Mercedes und Opel liegt die NOx-Einsparung mit 38 Prozent deutlich höher. Bis zum 1. Dezember haben zwei Drittel der betroffenen Fahrzeuge ein Software-Update erhalten, offiziell abgerechnet wird aber erst Ende 2018. Diese Gruppe umfasst rund 2,8 Mio. Fahrzeuge.

BMW, Daimler und VW-Konzern hatten auf dem Nationalen Forum Diesel eine Reduzierung um 25 bis 30 Prozent zugesagt, während namentlich das Bundesumweltministerium 30 Prozent verlangt hatte.

Die ausländischen Hersteller – einschließlich Ford - beteiligen sich überwiegend nicht an den Updates. Einzige zahlenmäßig bedeutende Ausnahme ist Renault. Das Unternehmen bietet – offensichtlich auf Druck der zuständigen französischen Zulassungsbehörden - auch deutschen Käufern freiwillige Updates für Euro-6-Diesel an. Diese Updates werden aber mangels Zuständigkeit nicht vom KBA erfasst. (roe)