Neuer Antragsrekord für Kaufprämie dank Streetscooter

Vor allem Streetscooter-Großbestellungen haben die seit Januar zu beobachtende Talfahrt der Elektroauto-Kaufprämie („Umweltbonus“) im September vorerst gestopppt. Das geht aus der Antragsstatistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hervor. Von den 6234 Förderanträgen – die für sich betrachtet einen neuen Monatsbestwert darstellen – entfielen 841 auf Streetscooter, rund 750 mehr als im Durchschnitt der Vormonate. Ohne diesen Sondereffekt wäre die Zahl der Anträge gegenüber Juni und Juli nur geringfügig gestiegen. Lediglich der August war – vermutlich ferienbedingt – noch schwächer.

Die Verteilung der Anträge auf die einzelnen Kundengruppen blieb – nach Herausrechnen der Streetscooter-Sondereffekte – gegenüber den Vormonaten praktisch unverändert. Auf Privatkunden entfielen rund 41 Prozent, auf Unternehmen 58 Prozent und auf kommunale Betriebe, Körperschaften und Vereine rund 1 Prozent.

Einen merklichen Antragszuwachs gab es für Plug-In-Hybride. Gegenüber Juni/Juli stieg die Anzahl der Anträge von rund 1500 auf 1950 im September oder von rund 30 Prozent auf 36 Prozent (Streetscooter-Sondereffekte herausgerechnet). Hier wirkt sich offenbar aus, dass es nach dem faktischen Produktionsstopp für viele Modelle nach der Einführung des WLTP-Emissionsmessverfahrens im September 2018 jetzt wieder mehr Angebote der Hersteller gibt. (roe)