{"id":827,"date":"2015-05-06T15:57:24","date_gmt":"2015-05-06T13:57:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/anhorung-zu-s21-bringt-kaum-neue-erkenntnisse"},"modified":"2015-05-06T16:58:24","modified_gmt":"2015-05-06T14:58:24","slug":"anhorung-zu-s21-bringt-kaum-neue-erkenntnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=827","title":{"rendered":"Anh\u00f6rung zu S21 bringt kaum neue Erkenntnisse"},"content":{"rendered":"<p>DB-Infrastrukturvorstand Volker Kefer erwartet, dass der Rohbau der Tunnelanlagen f\u00fcr das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 bis 2019 abgeschlossen wird. Das sagte er in einer von Linken und Gr\u00fcnen beantragten Anh\u00f6rung des Bundestags-Verkehrsausschusses am Mittwoch. Bisher habe es bei den Bodenverh\u00e4ltnissen keine \u00dcberraschungen gegeben. Beim geplanten Termin f\u00fcr die Inbetriebnahme im Jahr 2021\/2022 bleibe es daher, betonte Kefer. <!--more-->Die Hochrechnung des Journalisten und S21-Kritikers Arno Luik, wonach der Tunnelbau erst 2035 abgeschlossen werde, wies Kiefer zur\u00fcck. Luik habe in unzul\u00e4ssiger Weise Vorbereitungszeiten f\u00fcr die Tunnelanschl\u00e4ge einberechnet, erl\u00e4uterte er.<\/p>\n<h5>Keine klaren Aussagen zu aktuellen Kosten<\/h5>\n<p>Schwammig blieb Kefer in seinen Aussagen zur Kostenentwicklung. Die DB liege bisher \u201eim Risikopuffer\u201c, sagte er. Der zus\u00e4tzliche Kostenpuffer, den der Aufsichtsrat zur Verf\u00fcgung gestellt habe, m\u00fcsse nicht angegriffen werden. Die Mehrkosten, die durch Umplanung beim Filderbahnhof entst\u00fcnden, w\u00fcrden im Konsens aller Beteiligten in einem gesonderten Budget geteilt.<\/p>\n<h5>Streit \u00fcber Brandschutzkonzept geht weiter<\/h5>\n<p>Ungekl\u00e4rt blieben Fragen zum Brandschutzkonzept. Luik hielt der DB vor, dass die Entrauchung der Bahnhofshalle noch offen sei und der Brandschutzz hinter den Standards von Gotthard- und Eurotunnel zur\u00fcckbleibe. Der DB-Brandschutzbeauftragte J\u00fcrgen Bieger hingegen betonte, dass die Anlagen alle deutschen und europ\u00e4ischen Normen erf\u00fcllten. Manfred Leger von der DB Projekt Stuttgart sagte, dass die Fluchtwegkapazit\u00e4ten selbst f\u00fcr die vom EBA angenommenen hohen Menschenzahlen gew\u00e4hrleistet seien. Kefer wies darauf hin, dass das EBA die zus\u00e4tzlichen Brandschutz-Treppenh\u00e4user genehmigt habe.<\/p>\n<h5>L\u00e4ngsneigung bleibt umstritten<\/h5>\n<p>Ebenfalls keine Kl\u00e4rung ergab sich aus den Antworten zur ungew\u00f6hnlich starken L\u00e4ngsneigung der Bahnhofsgleise von 15 Promille, die der Lage zwischen anderen Tunneln geschuldet ist. Luik warf der DB vor, gegen g\u00e4ngige Sicherheitsnormen zu versto\u00dfen. Kefer betonte, der Nachweis gleicher Sicherheit sei gegen\u00fcber dem EBA erfolgreich gef\u00fchrt worden. Kefer konnte auf Nachfrage allerdings nicht erl\u00e4utern, welche Gr\u00fcnde in K\u00f6ln Hbf bei deutlich geringerer Neigung binnen f\u00fcnf Jahren zu 17 Zwischenf\u00e4llen mit wegrollenden Z\u00fcgen gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Der Eisenbahningenieur Prof. Ulrich Martin erl\u00e4uterte, dass die Maximalneigung von 2,5 Promille \u201eim Grundsatz\u201c einzuhalten sei, nach entsprechender Abw\u00e4gung also Ausnahmen m\u00f6glich seien. Da im neuen Bahnhof weder Waggons abgestellt w\u00fcrden noch mit ungebremsten Waggons rangiert werde, sei dem EBA kein Vorwurf zu machen. Probleme r\u00e4umte er allerdings f\u00fcr den Fall ein, dass Z\u00fcge die Fahrtrichtung wechseln und daher die vereinfachte Bremsprobe vorgenommen werden muss. Es sei allerdings grunds\u00e4tzlich \u00fcber eine \u00c4nderung dieser Vorschrift nachzudenken.<\/p>\n<h5>Knapp an Eklat vorbei<\/h5>\n<p>Im Zuge der von nicht nur von Opposition und Unionsfraktion, sondern auch den Zuh\u00f6rern teilweise sehr emotional begleiteten Diskussion wurde ein Zuh\u00f6rer aus dem Saal verwiesen, nachdem er mehrfach vergeblich darum gebeten worden war, Kommentare zu unterlassen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DB-Infrastrukturvorstand Volker Kefer erwartet, dass der Rohbau der Tunnelanlagen f\u00fcr das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 bis 2019 abgeschlossen wird. Das sagte er in einer von Linken und Gr\u00fcnen beantragten Anh\u00f6rung des Bundestags-Verkehrsausschusses am Mittwoch. Bisher habe es bei den Bodenverh\u00e4ltnissen keine \u00dcberraschungen gegeben. 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