{"id":718,"date":"2015-04-24T10:57:54","date_gmt":"2015-04-24T08:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bundestagsgutachten-hafenkooperation-ist-moglich"},"modified":"2015-04-24T10:58:30","modified_gmt":"2015-04-24T08:58:30","slug":"bundestagsgutachten-hafenkooperation-ist-moglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=718","title":{"rendered":"Bundestagsgutachten: Hafenkooperation ist m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p>Eine engere Kooperation zwischen den H\u00e4fen Bremerhaven, Hamburg und dem Jade-Weser-Port (JWP) stellt \u201enicht per se einen Versto\u00df gegen europ\u00e4isches Kartellrecht dar\u201c. Zu diesem Ergebnis kommt ein im Auftrag der Gr\u00fcnen erstelltes Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das dem Verkehrsbrief vorliegt. <!--more-->In dem Gutachten wird untersucht, ob die <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/fileadmin\/fm-wwf\/Publikationen-PDF\/WWF-Studie_Szenario_fuer_eine_Seehafenkooperation_im_Bereich_des_Containerverkehrs.pdf\" target=\"_blank\">vom Naturschutzverband WWF vorgeschlagene Aufgabenteilung<\/a> zwischen den drei H\u00e4fen mit dem europ\u00e4ischen Kartellrecht vereinbar ist. Der WWF schl\u00e4gt vor, den JWP zum Hub f\u00fcr das \u201enasse\u201c Transshipment zu entwickeln, so dass die gro\u00dfen Containerschiffe mit geringerem Tiefgang zur Zweitentladung nach Hamburg oder Bremerhaven weiterfahren k\u00f6nnen. Damit w\u00fcrde die Elb- und Weservertiefung \u00fcberfl\u00fcssig. Durch eine enge Abstimmung der Port Authorities und der Terminalbetreiber sollen die Abl\u00e4ufe zugleich so optimiert werden, dass der deutsche Hafenverbund gegen\u00fcber den Westh\u00e4fen an Attraktivit\u00e4t gewinnt. Bisher haben die Vertreter aus beiden gro\u00dfen H\u00e4fen eine derartige Kooperation mit Hinweis auf das europ\u00e4ische Kartellrecht abgelehnt.<\/p>\n<p>Den Gutachtern zufolge hat sich die EU-Kommission aber immer wieder zugunsten einer Kooperation von H\u00e4fen ausgesprochen, auch zugunsten von Effizienz: \u201eDie Zusammenarbeit zwischen den H\u00e4fen, vor allem zwischen H\u00e4fen in enger geographischer Nachbarschaft, ist sehr begr\u00fc\u00dfenswert, da sie unter anderem zu einer Spezialisierung in Bezug auf Ladung oder Schiffstypen und zur Organisation und Poolbildung der Einrichtungen f\u00fcr die Anbindung an das Hinterland f\u00fchren k\u00f6nnen\u201c, wird aus der EU-Hafenmitteilung von 2007 zitiert. Zudem seien Absprachen zugunsten \u00fcbergeordneter Ziele wie dem Umwelt- und Naturschutz in der Vergangenheit schon genehmigt worden. Ob eine Kooperation daher am Ende einen Kartellrechtsversto\u00df darstellen w\u00fcrde, sei eine Frage der konkreten Ausgestaltung. Die sei im WWF-Konzept aber nicht enthalten.<\/p>\n<p>Die gr\u00fcne Schifffahrtsexpertin Valerie Wilms begr\u00fc\u00dfte das Gutachten. \u201eWettbewerbsrechtliche Bedenken, wie sie manche Seeh\u00e4fen gebetsm\u00fchlenartig vortragen, sind unbegr\u00fcndet\u201c, erkl\u00e4rte sie gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief. Die Bundesregierung m\u00fcsse das Nationale Hafenkonzept jetzt ernsthaft fortf\u00fchren. \u201eWir brauchen dringend eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit der H\u00e4fen, vor allem aller drei gro\u00dfen Containerh\u00e4fen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Denn dadurch k\u00f6nnten Abl\u00e4ufe und Anbindungen effizienter organisiert werden. Viele wirtschaftlich und \u00f6kologisch fragw\u00fcrdige Verkehrsprojekte w\u00fcrden dann endg\u00fcltig \u00fcberfl\u00fcssig.&#8220; (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine engere Kooperation zwischen den H\u00e4fen Bremerhaven, Hamburg und dem Jade-Weser-Port (JWP) stellt \u201enicht per se einen Versto\u00df gegen europ\u00e4isches Kartellrecht dar\u201c. 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