{"id":4694,"date":"2017-06-08T13:50:27","date_gmt":"2017-06-08T11:50:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bund-und-land-einigen-sich-auf-sonderweg-fur-friesenbrucke"},"modified":"2017-06-12T15:46:47","modified_gmt":"2017-06-12T13:46:47","slug":"bund-und-land-einigen-sich-auf-sonderweg-fur-friesenbrucke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=4694","title":{"rendered":"Bund und Land einigen sich auf Sonderweg f\u00fcr Friesenbr\u00fccke"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Neu-altes Instrument zum Start der Planfeststellung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Friesenbr\u00fccke \u00fcber die Ems bei Weener wird in modernisierter Form wiederaufgebaut. Um das zu erm\u00f6glichen, wird ein ungew\u00f6hnlicher Antrags- und Finanzierungsweg beschritten. <!--more-->Ein 1:1-Ersatzneubau wird auf rund 29 Mio. EUR gesch\u00e4tzt, der modernisierte Neubau \u2013 mit gr\u00f6\u00dferer Durchfahrweite und voraussichtlich als Drehbr\u00fccke \u2013 auf rund 49 Mio. EUR. Die Fertigstellung wird f\u00fcr 2024 angestrebt.<\/p>\n<p>Wie Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann am Rande der VDV-Jahrestagung gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief erl\u00e4uterte, w\u00e4re eine Finanzierung des Neubaus weder aus der LuFV noch aus Bedarfsplanmitteln zul\u00e4ssig, weil das Projekt weder ein echter Ersatzneubau ist noch im BVWP 2030 enthalten ist.<\/p>\n<p>Deswegen werden nur die 29 Mio. EUR aus LuFV-Mitteln gezahlt. Die Mehrkosten von 20 Mio. EUR wollen sich Bund und Land teilen. Das Land \u00fcbernimmt 5 Mio. EUR, weil es daran interessiert ist, die Durchfahrweite f\u00fcr die Kreuzfahrtschiffe von der emsaufw\u00e4rts liegenden Meyer-Werft in Papenburg zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Das BMVI will \u201ekurzfristig\u201c beim Haushaltsauschuss beantragen, die restlichen 15 Mio. EUR au\u00dferhalb von LuFV und Bedarfsplanmitteln bereitstellen zu d\u00fcrfen. Die Zustimmung daf\u00fcr sei so gut wie sicher, sagte Ferlemann.<\/p>\n<h5>Neu-altes Instrument zum Start der Planfeststellung<\/h5>\n<p>Um das Planfeststellungsverfahren einleiten zu d\u00fcrfen, hat das BMVI ein zuletzt in den neunziger Jahren genutztes Verfahren ausgegraben, erl\u00e4uterte er: Das Land Niedersachsen, die Landkreise Emsland und Leer, sowie die Kommunen Papenburg, Weener und Westoverledingen werden gegen\u00fcber der DB Netz AG ihr \u201eAusbauverlangen\u201c erkl\u00e4ren. Auf dieser Basis soll die DB Netz AG als Tr\u00e4ger des Vorhabens beim Eisenbahnbundesamt ein Planfeststellungsverfahren beantragen.<\/p>\n<p>Laut Neuer Osnabr\u00fccker Zeitung sieht allerdings die niederl\u00e4ndische Provinzialregierung in Groningen die Drehbr\u00fcckenl\u00f6sung kritisch. Sie bef\u00fcrchtet, dass ein gr\u00f6\u00dferer Neubau mehr Zeit f\u00fcr das \u00d6ffnen und Schlie\u00dfen braucht. Damit sei das Ziel von st\u00fcndlich zwei Z\u00fcgen pro Richtung gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Eine Absage erteilte Ferlemann dem aus den Niederlanden forcierten Vorschlag, die Gesamtstrecke als \u201eWunderline\u201c zu ert\u00fcchtigen. Die Strecke werde \u201ebei aller Liebe\u201c nur Bedeutung f\u00fcr den Nahverkehr haben. Der Fernverkehr und der G\u00fcterverkehr werden auch in Zukunft \u00fcber Osnabr\u00fcck laufen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neu-altes Instrument zum Start der Planfeststellung Die Friesenbr\u00fccke \u00fcber die Ems bei Weener wird in modernisierter Form wiederaufgebaut. 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