{"id":4674,"date":"2017-06-07T16:17:33","date_gmt":"2017-06-07T14:17:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/vdv-will-in-der-plattformokonomie-mitspielen"},"modified":"2017-06-07T17:04:45","modified_gmt":"2017-06-07T15:04:45","slug":"vdv-will-in-der-plattformokonomie-mitspielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=4674","title":{"rendered":"VDV will in der Plattform\u00f6konomie mitspielen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>VDV will schneller werden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Elektrobusse sind Mangelware<\/strong><\/li>\n<li><strong>Indirekte Kritik an Dobrindts Vielfahrer-These<\/strong><\/li>\n<li><strong>Mehr Geld f\u00fcr \u00d6PNV gefordert<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die \u00f6ffentlichen Verkehrsunternehmen erheben den Anspruch, das \u201eBetriebssystem f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der Zukunft\u201c in Deutschland aufbauen zu k\u00f6nnen. <!--more-->Das lie\u00df die Spitze des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Mittwoch zu Beginn seiner Jahrestagung in Hannover durchblicken. \u201eWir wollen im Konzert der Plattformen mitspielen\u201c, sagte VDV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Oliver Wolff vor Journalisten. Er spielte damit auf die Bestrebungen von Autoherstellern und Digitalunternehmen wie Uber, Google und Apple an, umfassende Mobilit\u00e4tsdienstleistungen anzubieten oder zu vermitteln.<\/p>\n<p>Ziel des VDV ist, das der Verbraucher auf der Basis einer neuen nationalen Mobilit\u00e4tsplattform nicht nur \u00f6ffentliche Verkehrsmittel unternehmens- und verbund\u00fcbergreifend buchen kann, sondern auch auch andere Verkehrstr\u00e4ger wie zum Beispiel Carsharing-Autos, Mietfahrr\u00e4der oder Fernbusse. Mit den Unternehmen im privaten Busverband BDO sei man bereits im Gespr\u00e4ch. Er betonte, es gehe nicht um eine \u201esch\u00f6nere App\u201c; vielmehr werden die Unternehmen weiter mit ihren eigenen Apps beim Kunden auftreten, aber unter der Oberfl\u00e4che eben auch weitere Leistungen anbieten k\u00f6nnen. Der VDV entwickelt die Plattform gegenw\u00e4rtig unter dem Projektnamen \u201eMobility inside\u201c. Aktuell stehe die Gr\u00fcndung einer Projektgesellschaft an.<\/p>\n<h5>VDV will schneller werden<\/h5>\n<p>Wolff r\u00e4umte ein, dass die Branche unter erheblichem politischem Druck stehe, das Projekt schnell umzusetzen. \u201eWir werden das nicht mit \u00fcblichen Verbandsprozessen gestalten\u201c, k\u00fcndigte er an. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte Anfang dieses Jahres 16 Mio. EUR f\u00fcr Projekte zur digitalen Vernetzung im \u00d6PNV bereitgestellt, aber gleichzeitig die Erwartung formuliert, dass bis 2019 Papierfahrkarten weitgehend \u00fcberfl\u00fcssig werden. Nur ausweichend \u00e4u\u00dferte sich Wolff, wie es mit dem E-Ticket Deutschland weitergeht.<\/p>\n<p>VDV-Pr\u00e4sident J\u00fcrgen Fenske forderte die Politik auf, sich in der n\u00e4chsten Legislaturperiode das Personenbef\u00f6rderungsgesetz (PBefG) vorzunehmen. Das sei allein schon wegen des Markteintritts der neuen digitalen Plattformunternehmen (siehe oben) notwendig.<\/p>\n<h5>Elektrobusse sind Mangelware<\/h5>\n<p>Noch in den Kinderschuhen steckt das Thema Elektrobusse. Fenske machte zwar ein reges Interesse in den Unternehmen aus; der aktuell noch doppelt so hohe Anschaffungspreis gegen\u00fcber Dieselbussen mache den Einsatz ohne zus\u00e4tzliche \u00f6ffentliche F\u00f6rderung aber unwirtschaftlich. Entt\u00e4uschung lie\u00df \u00fcber das z\u00f6gerliche Verhalten der deutschen Bushersteller durchblicken. \u201eIch sehe mit Interesse, dass der chinesische Hersteller BYD in Frankreich eine Produktion aufbaut.\u201c<\/p>\n<h5>Indirekte Kritik an Dobrindts Vielfahrer-These<\/h5>\n<p>Er warnte allerdings vor zu hohen Erwartungen der Politik an Elektrobusse f\u00fcr Luftbelastung der Innenst\u00e4dte. \u201eSelbst wenn wir zu 100 Prozent elektrisch fahren, wird man das an den Luftreinhaltung kaum merken\u201c, sagte er. 60 Prozent der Busflotte erf\u00fcllten die Euro-V-, EEV- oder Euro-VI-Norm, und zwar im Realbetrieb. Der Vorwurf \u201estinkender Dieselbusse\u201c gehe an der Realit\u00e4t vorbei. Im sogenannten Wirkungsgutachten f\u00fcr die Luftreinhaltung in Stuttgart war der Anteil der Busse an der NOx-Belastung im niedrigen einstelligen Prozentbereich angesiedelt worden. Dobrindt hatte wiederholt gefordert, zuerst st\u00e4ndig in den St\u00e4dten fahrende Fahrzeuge wie zum Beispiel Busse und Taxen auf umweltfreundliche Antriebe umzur\u00fcsten, bevor Fahrverbote f\u00fcr Pkw erlassen werden.<\/p>\n<h5>Mehr Geld f\u00fcr \u00d6PNV gefordert<\/h5>\n<p>Erneut mahnte Fenske eine Verdoppelung des GVFG-Bundesprogramms an, auch wenn jetzt die Summe bis 2025 im Grundgesetz auf 333 Mio. EUR\/Jahr festgeschrieben ist. Dieser Betrag sei wegen Preissteigerungen nur noch halb soviel wert wie 1997, als er festgesetzt worden ist. \u201eDas letzte Wort zum Bundes-GVFG darf noch nicht gesprochen worden sein.\u201c<\/p>\n<p>Die L\u00e4nder forderte er auf, die Busf\u00f6rderung wieder aufzunehmen, wo dies noch nicht geschehen ist. Gerade f\u00fcr den \u00d6PNV auf dem Lande sei das die wirksamste F\u00f6rderung. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externer Link:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.mobilityinside.de\/\">Projektseite &#8222;Mobility inside&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VDV will schneller werden Elektrobusse sind Mangelware Indirekte Kritik an Dobrindts Vielfahrer-These Mehr Geld f\u00fcr \u00d6PNV gefordert Die \u00f6ffentlichen Verkehrsunternehmen erheben den Anspruch, das \u201eBetriebssystem f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der Zukunft\u201c in Deutschland aufbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4674"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4674"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4674\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4678,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4674\/revisions\/4678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}