{"id":385,"date":"2015-03-17T11:48:39","date_gmt":"2015-03-17T10:48:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/zollbeamte-kosten-fur-pkw-maut-kompensation-schongerechnet"},"modified":"2015-03-17T16:55:20","modified_gmt":"2015-03-17T15:55:20","slug":"zollbeamte-kosten-fur-pkw-maut-kompensation-schongerechnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=385","title":{"rendered":"Zollbeamte: Kosten f\u00fcr Pkw-Maut-Kompensation sch\u00f6ngerechnet"},"content":{"rendered":"<p>Der Personalbedarf und damit die Kosten f\u00fcr die Pkw-Maut-Kompensation \u00fcber die Kfz-Steuer sind sch\u00f6ngerechnet worden. Das lie\u00df Dieter Dewes, Bundesvorsitzender der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ), am Montag in der Anh\u00f6rung des Bundestags-Finanzausschusses \u00fcber das Gesetz zur Kfz-Steuer-Kompensation der Pkw-Maut durchblicken (\u201eZweites Verkehrsteuer\u00e4nderungsgesetz\u201c). <!--more-->Eine Widerspruchsbearbeitung dauert ihm zufolge 40 Minuten. Der Gesetzentwurf hingegen geht von f\u00fcnf bis acht Minuten aus. Die Erfahrung bei der \u00dcbernahme der Kfz-Steuer in die H\u00e4nde des Bundes zeige dar\u00fcber hinaus, dass der Beratungsbedarf der B\u00fcrger sehr hoch sei. Infobriefe, in denen die \u00c4nderung vorab erl\u00e4utert worden waren, seien ungelesen weggeworfen worden. Dewes warnte auch vor der Annahme, der Aufwand werde im eingeschwungenen Zustand geringer werden. Er wies auf nicht gemeldete Adress\u00e4nderungen und SEPA-R\u00fcckl\u00e4ufer hin. Beim Personalaufbau m\u00fcsse daher \u201enachgekartet\u201c werden.<\/p>\n<h5>Europarechtskonformit\u00e4t bleibt umstritten<\/h5>\n<p>Hinsichtlich der europarechtlichen Konformit\u00e4t der deutschen Mautkompensation wollten sich die beiden Rechtsexperten Prof. Friedemann Kainer von der Universit\u00e4t Mannheim und Prof. Christian Hillgruber von der Universit\u00e4t Bonn nicht abschlie\u00dfend festlegen. Das sogenannte \u201eStillhaltegebot\u201c aus Artikel 92 des Lissabon-Vertrages k\u00f6nnte \u00fcberholt sein, sagte Kainer. Es verbietet nicht nur die Schlechterstellung ausl\u00e4ndischer gegen\u00fcber inl\u00e4ndischen Verkehrsunternehmen, sondern auch den Abbau bestehender Vorteile f\u00fcr ausl\u00e4ndische Verkehrsunternehmer. Dieser Artikel war die Grundlage f\u00fcr die Entscheidung des EuGH von 1992, die 1:1-deutsche Mautkompensation f\u00fcr schwere Lkw zu kippen. Es k\u00f6nne aber argumentiert werden, dass das Stillhaltegebot durch die Eurovignetten-Richtlinie (2011\/76\/EU) \u00fcberholt ist. Auch Hillgruber sagt, die Eurovignetten-Richtline erlaube ausdr\u00fccklich, \u201eeinen angemessenen Ausgleich f\u00fcr diese Geb\u00fchren vorzusehen\u201c. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen, dass der EuGH seine Rechtsprechung gegen\u00fcber 1992 \u00e4ndert, warnten beide.<\/p>\n<h5>Kurzzeitvignetten k\u00f6nnten zu teuer sein<\/h5>\n<p>Kainer sieht ein weiteres Problem im Preis f\u00fcr die Kurzzeitvignetten. Ihr Tagespreis d\u00fcrfe nach den (rechtlich nicht bindenden) EU-Leitlinien das 8,2-fache des Tagespreises der Jahresvignette nicht \u00fcbersteigen. Die gem\u00e4\u00df \u00f6kologischer Staffelung g\u00fcnstigste Jahresvignette koste jedoch nur 12,50 EUR, also gut 3,4 Cent\/Tag. Bei 10 EUR f\u00fcr die 10-Tagesvignette laufe das auf das den 29-fachen Tagespreis f\u00fcr die Kurzzeitvignette hinaus. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Personalbedarf und damit die Kosten f\u00fcr die Pkw-Maut-Kompensation \u00fcber die Kfz-Steuer sind sch\u00f6ngerechnet worden. 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