{"id":3681,"date":"2016-02-23T14:53:57","date_gmt":"2016-02-23T13:53:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/mv-will-diskussion-uber-grose-des-strasennetzes"},"modified":"2016-02-23T14:53:57","modified_gmt":"2016-02-23T13:53:57","slug":"mv-will-diskussion-uber-grose-des-strasennetzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=3681","title":{"rendered":"MV will Diskussion \u00fcber Gr\u00f6\u00dfe des Stra\u00dfennetzes"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Viele Stra\u00dfen w\u00fcrde heute so nicht mehr gebaut werden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Verdoppelung der Erhaltungsmittel w\u00fcnschenswert, aber unrealistisch<\/strong><\/li>\n<li><strong>Stra\u00dfenbauverwaltung auf zwei Ebenen reduzieren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Land nimmt Kreise und Kommunen beim SPNV in die Pflicht<\/strong><\/li>\n<li><strong>Licht und Schatten beim Fernbus<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Landesverkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern stellt im Entwurf f\u00fcr seinen Landesverkehrsplan die Aufgabe wenig genutzter oder paralleler Stra\u00dfen zur Diskussion. <!--more-->Damit solle es erm\u00f6glicht werden, die \u00f6ffentlichen Mittel auf das verbliebene Netz zu konzentrieren und so dessen Zustand zu verbessern. Hintergrund der \u00dcberlegungen ist der fortschreitende Substanzverzehr durch Unterfinanzierung.<\/p>\n<h5>Viele Stra\u00dfen w\u00fcrde heute so nicht mehr gebaut werden<\/h5>\n<p>Zur Begr\u00fcndung hei\u00dft es, das Stra\u00dfennetz und die Funktionseinstufungen seien historisch gewachsen. Angedeutet wird, dass im Autozeitalter geringe Umwege nicht mehr die Rolle spielten wie fr\u00fcher, manche Stra\u00dfen also nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben zumindest nicht mehr in dieser Form geplant und gebaut w\u00fcrden. \u201eJeder Baulasttr\u00e4ger vom Bund \u00fcber Land und Landkreise bis hin zu jeder einzelnen Gemeinde sollte die M\u00f6glichkeit wahrnehmen, die knappen Mittel auf diejenigen Stra\u00dfen zu konzentrieren, die auf seiner jeweiligen Ebene wesentliche verkehrliche Funktionen haben.\u201c Ziel sollte eine \u201eim Umfang den tats\u00e4chlichen Bedarfen im Ausbau- und Unter-haltungsstandard angepasste Stra\u00dfeninfrastruktur sein, die im Kern eine gute und gegen\u00fcber dem heutigen Zustand teilweise sogar verbesserte Qualit\u00e4t aufweist.\u201c<\/p>\n<h5>Verdoppelung der Erhaltungsmittel w\u00fcnschenswert, aber unrealistisch<\/h5>\n<p>Eigentlich bevorzugte L\u00f6sung w\u00e4re aber eine Aufstockung der Stra\u00dfenbaumittel auf allen Baulasttr\u00e4gerebenen. N\u00f6tig w\u00e4re eine Verdoppelung der Mittel f\u00fcr den Bestandserhalt. Wegen der Schuldenbremsen \u201esei eine Verdoppelung jedoch ungewiss, so dass dieser L\u00f6sungsansatz allein aller Voraussicht nach nicht ausreichen wird, um das Ziel zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p>Erstrebenswert sei aber, den Zustand der Stra\u00dfen aller Baulasttr\u00e4ger einheitlich zu erfassen und zu bewerten, und dann abh\u00e4ngig von der Funktion der Stra\u00dfe den Ressourcenbedarf f\u00fcr Bau und Betrieb zu ermitteln, um daraus \u201eLeitwerte\u201c unter Lebenszyklus-Gesichtspunkten zu entwickeln.<\/p>\n<h5>Stra\u00dfenbauverwaltung auf zwei Ebenen reduzieren<\/h5>\n<p>Als weitere M\u00f6glichkeit schl\u00e4gt das Ministerium vor, die Stra\u00dfenbauverwaltung f\u00fcr Kreis- und Gemeindestra\u00dfen zusammenzuf\u00fchren, so wie es f\u00fcr Bundes- und Landesstra\u00dfen schon funktioniert. Vorteile w\u00e4ren unter anderem, dass es leichter w\u00e4re, spezialisierte Teams zu bilden und Prozessroutinen zu entwickeln. F\u00fcr die Nutzer k\u00f6nnten Bauma\u00dfnahmen besser aufeinander abgestimmt werden.<\/p>\n<h5>Land nimmt Kreise und Kommunen beim SPNV in die Pflicht<\/h5>\n<p>Im Bereich Schiene will das Ministerium vor allem die Hauptstrecken st\u00e4rken. Von einem (weiteren) R\u00fcckzug aus der Fl\u00e4che ist zwar nicht ausdr\u00fccklich die Rede. Kreise und Kommunen werden jedoch ermahnt, f\u00fcr die Bahnlinien mit problematischen Nutzerzahlen selbst t\u00e4tig zu werden und zum Beispiel Sch\u00fclerverkehre auf die Schiene zu bringen oder parallele Busverbindungen abzubauen. Das Konzept sieht au\u00dferdem vor, ein Netz von landesbedeutsamen \u00d6PNV-Verbindungen zu definieren \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie durch die Schiene oder die Stra\u00dfe bedient werden.<\/p>\n<h5>Licht und Schatten beim Fernbus<\/h5>\n<p>Den Fernbus sieht das Ministerium zwiesp\u00e4ltig. Zum einen verlagere er Verkehre vom Pkw und biete eine Alternative f\u00fcr preisg\u00fcnstiges Reisen. Ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht sei er dort, wo die Erreichbarkeit \u00fcber das Eisenbahnnetz nur auf Umwegen m\u00f6glich und damit unattraktiv ist. Als Beispiel genannt wird die Verbindung Neubrandenburg-Greifswald zu. Zum anderen fehle ihm aber noch die Stetigkeit und Berechenbarkeit, um ihn dauerhaft in den \u00f6ffentlichen Personenverkehr einzubinden. Au\u00dferdem kannibalisiere er den Schienenverkehr, namentlich auf der Strecke Berlin-Rostock. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externer Link:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.regierung-mv.de\/serviceassistent\/download?id=1571257\" target=\"_blank\">Integrierter Landesverkehrsplan (Entwurf)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Stra\u00dfen w\u00fcrde heute so nicht mehr gebaut werden Verdoppelung der Erhaltungsmittel w\u00fcnschenswert, aber unrealistisch Stra\u00dfenbauverwaltung auf zwei Ebenen reduzieren Land nimmt Kreise und Kommunen beim SPNV in die Pflicht Licht und Schatten beim Fernbus Das Landesverkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern stellt im Entwurf f\u00fcr seinen Landesverkehrsplan die Aufgabe wenig genutzter oder paralleler Stra\u00dfen zur Diskussion.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3681"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3681"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3681\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3682,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3681\/revisions\/3682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}