{"id":3098,"date":"2015-12-21T15:47:03","date_gmt":"2015-12-21T14:47:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/luftverkehrsgesetz-novelle-auch-in-der-koalition-strittig"},"modified":"2015-12-21T15:47:03","modified_gmt":"2015-12-21T14:47:03","slug":"luftverkehrsgesetz-novelle-auch-in-der-koalition-strittig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=3098","title":{"rendered":"Luftverkehrsgesetz-Novelle auch in der Koalition strittig"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Koalition\u00e4re gegen h\u00f6here Zahl von Bodenabfertigern in D\u00fcsseldorf und Sch\u00f6nefeld<\/strong><\/li>\n<li><strong>Streit \u00fcber richtigen Platz f\u00fcr Umweltpr\u00fcfung von Flugrouten<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Gesetzentwurf zur Novellierung des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) st\u00f6\u00dft bis in die Reihen der Regierungskoalition punktuell auf Vorbehalte. Bei der ersten Lesung im Bundestag entz\u00fcndete sich die Kritik vor allem an der Absicht, an den Flugh\u00e4fen D\u00fcsseldorf und Berlin-Sch\u00f6nefeld die Zahl der zul\u00e4ssigen Bodenabfertigungsdienste von zwei auf drei zu erh\u00f6hen. <!--more--><\/p>\n<h5>Koalition\u00e4re gegen h\u00f6here Zahl von Bodenabfertigern in D\u00fcsseldorf und Sch\u00f6nefeld<\/h5>\n<p>Der zust\u00e4ndige Berichterstatter f\u00fcr die Union, Peter Wichtel sagte unter Verweis auf den jahrelangen fraktions\u00fcbergreifenden Kampf gegen die EU-Liberalisierungspl\u00e4ne: \u201eNachdem wir uns \u00fcber mehrere Jahre hinweg gemeinsam mit den Gewerkschaften und Teilen der Luftverkehrswirtschaft erfolgreich gegen die Pl\u00e4ne gewehrt haben, erscheint es mir inkonsequent, nun im Deutschen Bundestag f\u00fcr eine Anhebung der Selbst- und Drittabfertiger zu stimmen, selbst wenn dies nur an einem oder zwei Flugh\u00e4fen in Deutschland passieren soll.\u201c<\/p>\n<p>Der SPD-Berichterstatter Arno Klare stellte fest, dass die Gewerkschaften zwar das Lohndumping kritisieren, aber dann doch auch mit Low-Cost-Anbietern Tarifvertr\u00e4ge abschlie\u00dfen. Anzustreben w\u00e4re jedoch eigentlich ein Branchentarifvertrag. Er empfahl daher, \u201edass der Bundesgesetzgeber sich aus dem gesamten Verfahren zum Thema Bodenverkehrsdienste heraush\u00e4lt und an der Bodenabfertigungsdienst-Verordnung nichts \u00e4ndert.\u201c<\/p>\n<p>Der Linken-Abgeordnete Herbert Behrens vermutet, dass in D\u00fcsseldorf und Sch\u00f6nefeld jeweils schon ein dritter Dienstleister zugelassen wurde, \u201eobwohl das rechtlich nicht gedeckt ist.\u201c<\/p>\n<h5>Streit \u00fcber richtigen Platz f\u00fcr Umweltpr\u00fcfung von Flugrouten<\/h5>\n<p>Zwischen Koalition und Opposition strittig ist, ob die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung (UVP) f\u00fcr Flugrouten in der Planfeststellung oder erst bei der Festlegung der Routen durch das Bundesamt f\u00fcr Flugsicherung stattfinden soll. Die Neuregelung wird durch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren und eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgericht notwendig.<\/p>\n<p>Der Regierungsentwurf sieht vor, bei der Planfeststellung \u2013 die f\u00fcr Neubau oder \u201e\u00c4nderung\u201c erforderlich ist \u2013 eine UVP vorzunehmen, die alle denkbaren Flugrouten abdeckt &#8211; den \u201eEinwirkungsbereich\u201c &#8211; und gegebenenfalls bestimmte R\u00e4ume ausschlie\u00dft. Die Opposition fordert, eine UVP bei jeder Festlegung konkreter Flugrouten vorzunehmen. Sie wendet ein, dass es in Deutschland kaum noch Planfeststellungsverfahren geben wird und damit auch kaum noch UVP.<\/p>\n<p>SPD-Berichterstatter Klare bef\u00fcrchtet, dass selbst der Entwurf des Bundes noch unn\u00f6tig weit geht. Das Parlament solle daher pr\u00fcfen, \u201eob die vorgeschlagene weiter gehende Fassung nicht ergebnisrelevante Kapazit\u00e4tsbegrenzungen von Flugh\u00e4fen zeitigen kann\u201c. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Koalition\u00e4re gegen h\u00f6here Zahl von Bodenabfertigern in D\u00fcsseldorf und Sch\u00f6nefeld Streit \u00fcber richtigen Platz f\u00fcr Umweltpr\u00fcfung von Flugrouten Der Gesetzentwurf zur Novellierung des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) st\u00f6\u00dft bis in die Reihen der Regierungskoalition punktuell auf Vorbehalte. 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