{"id":3047,"date":"2015-12-17T14:19:05","date_gmt":"2015-12-17T13:19:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/db-will-netz-mit-etcs-level-3-ausrusten"},"modified":"2015-12-17T16:01:12","modified_gmt":"2015-12-17T15:01:12","slug":"db-will-netz-mit-etcs-level-3-ausrusten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=3047","title":{"rendered":"DB will Netz mit ETCS Level 3 ausr\u00fcsten"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Gesamtkosten auf 20-25 Mrd. EUR gesch\u00e4tzt<\/strong><\/li>\n<li><strong>DB will mit ETCS Level 3 Kapazit\u00e4t steigern<\/strong><\/li>\n<li><strong>Deutschland soll Standards entwickeln<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Deutsche Bahn will nun doch auf das europ\u00e4ische Zugleit- und Sicherungssystem ETCS setzen und hofft, daf\u00fcr Milliardenzusch\u00fcsse von Bund und EU zu erhalten. <!--more-->Das k\u00fcndigte Infrastrukturvorstand Volker Kefer am Donnerstag auf der Pressekonferenz zur vorangegangenen Aufsichtsratssitzung an. \u201eWir wollen das gesamte Schienennetz im Bundesgebiet mit der europ\u00e4ischen Zugsicherungstechnik ETCS ausr\u00fcsten\u201c, sagte Kefer. \u201eDies ist ein Strategieschwenk der DB\u201c, r\u00e4umte er ein.<\/p>\n<h5>Gesamtkosten auf 20-25 Mrd. EUR gesch\u00e4tzt<\/h5>\n<p>Kefer betonte, dass es sich um ein Langzeitprojekt handele, das erst in der n\u00e4chsten Legislaturperiode zum Tragen kommen w\u00fcrde und rund 15 Jahre in Anspruch nehmen k\u00f6nnte. Die Gesamtkosten sch\u00e4tzt er auf rund 20-25 Mrd. EUR. Zur Finanzierung will er zum einen auf die rund 500 Mio. EUR\/Jahr aus der LuFV zur\u00fcckgreifen, die derzeit f\u00fcr Stellwerkstechnik eingeplant sind. \u201eAu\u00dferdem k\u00f6nnen wir uns vorstellen, dass die EU einer solchen Idee so positiv gegen\u00fcbersteht, dass sie sie mit zus\u00e4tzlicher F\u00f6rderung unterst\u00fctzen w\u00fcrde.\u201c Zus\u00e4tzliche Mittel des Bundes seien aber vermutlich auch n\u00f6tig, deutete er an.<\/p>\n<h5>DB will mit ETCS Level 3 Kapazit\u00e4t steigern<\/h5>\n<p>Wie er weiter erl\u00e4uterte, will die DB gleich auf ETCS Level 3 setzen. Damit kann nicht nur auf Signale an der Strecke verzichtet werden, sondern es fallen auch feste Blockabschnitte weg. Die Zugfolge kann so verdichtet werden. Kefer stellte f\u00fcr hochbelastete Strecken einen Kapazit\u00e4tszuwachs von 5 bis 10 Prozent in Aussicht, \u201ein anderen Bereichen bis zu 30 Prozent\u201c.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem m\u00fcssten dann nicht mehr 10-15 verschiedene Stellwerkstechniken instandgehalten werden. Wenn es nur noch ein System gebe, bedeute das Produktivit\u00e4tsgewinne, die \u201ewir den Trassenpreisen zu Gute kommen lassen w\u00fcrden\u201c.<\/p>\n<h5>Deutschland soll Standards entwickeln<\/h5>\n<p>Als weitere Gr\u00fcnde f\u00fcr den Strategieschwenk nannte Kefer, dass Deutschland damit Treiber der Entwicklung werden und damit die Standards setzen k\u00f6nnte. Wenn Deutschland als zentrales Transitland in Europa einen Standard entwickele, w\u00fcrden die anderen Eisenbahnen folgen, hofft er. W\u00e4hrend ETCS Level 1 und 2 inzwischen schon wieder in mehrere \u201eDialekte\u201c aufgespalten sind, sind Vorgaben f\u00fcr ETCS Level 3 noch in der Entwicklung. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesamtkosten auf 20-25 Mrd. 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