{"id":3011,"date":"2015-12-15T15:27:55","date_gmt":"2015-12-15T14:27:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/nur-noch-zwei-europaer-auf-deutschen-schiffen-pflicht"},"modified":"2015-12-15T16:35:00","modified_gmt":"2015-12-15T15:35:00","slug":"nur-noch-zwei-europaer-auf-deutschen-schiffen-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=3011","title":{"rendered":"Nur noch zwei Europ\u00e4er auf deutschen Schiffen Pflicht"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Dobrindt: Schiffsmechaniker wird nicht durch Gesetz gesichert<\/strong><\/li>\n<li><strong>Arbeitnehmervertreter entr\u00fcstet \u00fcber VDR-Alleingang<\/strong><\/li>\n<li><strong>&#8222;Bund soll nach zwei Jahren evaluieren&#8220;<\/strong><\/li>\n<li><strong>Wilms: In der Sache richtig, aber in der Methode falsch<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Schiffsbesetzungsverordnung wird auch ohne Zustimmung der maritimen Arbeitnehmerverb\u00e4nde gelockert. Das sieht ein \u201ekleines maritimes B\u00fcndnis\u201c zur Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Flagge vor, das BMVI und der Reederverband VDR in der vergangenen Woche unterschrieben haben.<!--more--><\/p>\n<p>Wie ein VDR-Sprecher erl\u00e4uterte, umfasst die Vereinbarung Zusagen des Bundes und der Reederschaft:<\/p>\n<p><strong>Das BMVI sagt zu:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Flexibilisierung der Schiffsbesetzungsverordnung: K\u00fcnftig m\u00fcssen nur noch zwei europ\u00e4ische Seeleute an Bord dieser Schiffe besch\u00e4ftigt werden<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung des Lohnsteuereinbehalts auf 100 Prozent<\/li>\n<li>Erstattung des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Sozialversicherung f\u00fcr Seeleute an Bord von Schiffen unter deutscher Flagge<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Reederschaft im VDR sagt unter der Voraussetzung, dass der Bund sein Ma\u00dfnahmenpaket vollst\u00e4ndig umsetzt, zu:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stabilisierung und Steigerung der Zahl der hiesigen Seeleute \u201eim Rahmen ihrer wirtschaftlichen M\u00f6glichkeiten\u201c<\/li>\n<li>Auch ohne die Besch\u00e4ftigungspflicht f\u00fcr Schiffsmechaniker wollen die Reeder die bisherigen Arbeitsverh\u00e4ltnisse von Schiffsmechanikern weiterf\u00fchren. An der <em>Ausbildung<\/em> von Schiffsmechanikern, \u201edie eine ausgezeichnete Grundlage f\u00fcr eine nautische oder technische Offizierslaufbahn ist\u201c, wollen die Reeder ausdr\u00fccklich festhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Dobrindt: Schiffsmechaniker wird nicht durch Gesetz gesichert<\/h5>\n<p>Auf dem VDR-Reederessen hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dazu nach Angaben des Verbandes gesagt: \u201eDass wir uns von der bisherigen Vorschrift \u201avier Besatzungsmitglieder\u2018 entfernen und zuk\u00fcnftig noch zwei Besatzungsmitglieder aus der EU vorschreiben, ist ein Weg in die richtige Richtung. (\u2026) Ich bin heute so sicher wie niemals zuvor: Die Zukunft des Schiffsmechanikers wird nicht durch das Festschreiben im Gesetz gesichert. Die Zukunft des Schiffsmechanikers wird gesichert, wenn wir die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Reeder und der Schiffe sichern.\u201c<\/p>\n<h5>Arbeitnehmervertreter entr\u00fcstet \u00fcber VDR-Alleingang<\/h5>\n<p>Verdi, der Verband deutscher Kapit\u00e4ne und Schiffsoffiziere (VDKS) und die Vereinigung deutscher Schiffsingenieure (VDSI) protestierten am Dienstag gegen die ihrer Ansicht nach isolierte Absprache von BMVI und VDR. Sie kritisierten unter anderen, dass Subventionen und F\u00f6rderma\u00dfnahmen einseitig ohne Verpflichtung zu einer Gegenleistung wie Zusagen f\u00fcr Ausbildung und Besch\u00e4ftigung zugesagt wurden, und eine ge\u00e4nderte Schiffsbesetzungsverordnung nicht geeignet sei, dass maritime Know-how zu sichern.<\/p>\n<h5>&#8222;Bund soll nach zwei Jahren evaluieren&#8220;<\/h5>\n<p>Sie forderten den Bund auf, die geplanten Ma\u00dfnahmen an eine langfristige Arbeitsplatzgarantie der Reeder zum Erhalt von Ausbildung und Besch\u00e4ftigung in derzeit bestehendem Umfang zu kn\u00fcpfen. Au\u00dferdem solle der Bund die Ergebnisse der geplanten Ver\u00e4nderungen innerhalb von zwei Jahren evaluieren. Falls sie nicht zu einer Verbesserung von Ausbildung und Besch\u00e4ftigung sozialversicherter deutscher Seeleute f\u00fchrten, seien sie zu korrigieren.<\/p>\n<h5>Wilms: In der Sache richtig, aber in der Methode falsch<\/h5>\n<p>Die Gr\u00fcnen-Schifffahrtsexpertin Valerie Wilms begr\u00fc\u00dfte die Pl\u00e4ne des BMVI als in der Sache richtig: &#8222;Die Bundesregierung muss ran an die Schiffsbesetzungsverordnung. Sie ist eine gro\u00dfe H\u00fcrde im weltweiten Wettbewerb der Schifffahrt&#8220;, erkl\u00e4rte sie gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief. Das Vorgehen Dobrindts \u00e4hnele aber dem eines Elefanten im Porzellanladen: &#8222;Dabei das Maritime B\u00fcndnis aufs Spiel zu setzen, ist absolut unn\u00f6tig.&#8220; (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dobrindt: Schiffsmechaniker wird nicht durch Gesetz gesichert Arbeitnehmervertreter entr\u00fcstet \u00fcber VDR-Alleingang &#8222;Bund soll nach zwei Jahren evaluieren&#8220; Wilms: In der Sache richtig, aber in der Methode falsch Die Schiffsbesetzungsverordnung wird auch ohne Zustimmung der maritimen Arbeitnehmerverb\u00e4nde gelockert. 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