{"id":2967,"date":"2015-12-10T17:35:27","date_gmt":"2015-12-10T16:35:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/reeder-fordern-gleichstellung-im-wettbewerb"},"modified":"2016-01-12T10:36:36","modified_gmt":"2016-01-12T09:36:36","slug":"reeder-fordern-gleichstellung-im-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2967","title":{"rendered":"Reeder fordern Gleichstellung im Wettbewerb"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Pflicht-Schiffsmechaniker verteuert Fahren unter deutscher Flagge<\/strong><\/li>\n<li><strong>Mehr F\u00f6rderung f\u00fcr LNG angemahnt<\/strong><\/li>\n<li><strong>VDR f\u00fcr schnelle Einf\u00fchrung von Englisch als Reviersprache<\/strong><\/li>\n<li><strong>Deutsche Flotte weiter geschrumpft<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die deutschen Reeder fordern von der Politik Kostenentlastung beim Personal und mehr Unterst\u00fctzung bei der Einf\u00fchrung von LNG als Schiffstreibstoff. <!--more-->Der angek\u00fcndigte 100-prozentige Lohnsteuereinbehalt und die volle Erstattung der Sozialversicherungsbetr\u00e4ge m\u00fcssten z\u00fcgig umgesetzt werden, forderte Alfred Hartmann, Pr\u00e4sident des Reederverbands VDR, am Donnerstag vor Journalisten in Hamburg. VDR-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ralf Nagel betonte, damit w\u00fcrden die Bedingungen in Deutschland nur denen in europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern wie den Niederlanden oder D\u00e4nemark angeglichen. Hartmann zeigte sich zuversichtlich, dass mit den beiden Ma\u00dfnahmen nicht nur das Ausflaggen gestoppt werden kann, sondern es sogar zu R\u00fcckflaggungen kommt.<\/p>\n<h5>Pflicht-Schiffsmechaniker verteuert Fahren unter deutscher Flagge<\/h5>\n<p>Als gravierende Erschwernis f\u00fcr die deutsche Flagge nannte Hartmann die starre Schiffsbesetzungsverordnung und konkret die Anforderung, einen Schiffsmechaniker an Bord einzusetzen. Der Beruf des Schiffsmechanikers sei eine deutsche Besonderheit. Die Besch\u00e4ftigung koste rund 76.000 EUR pro Jahr, w\u00e4hrend der internationale Wettbewerb einen \u201eable seaman\u201c f\u00fcr rund 16.000 EUR einsetzen k\u00f6nne. \u201eDer Schiffsmechaniker hat in der Schiffsbesetzungsordnung nicht zu suchen\u201c, sagte Hartmann, wollte das aber auf keinen Fall als \u201eSchiffsmechaniker-Bashing\u201c verstanden sehen: Der Beruf habe seine volle Berechtigung, vor allem weil rund 85 Prozent der Schiffsmechaniker im Anschluss ein maritimes Studium anstrebten.<\/p>\n<p>Nagel erl\u00e4uterte, auf F\u00e4hren, Schleppern und in der Offshore-Industrie gebe es gen\u00fcgend Einsatzm\u00f6glichkeiten, wo der Schiffsmechaniker keine Probleme f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit verursache. Von den rund 540 Schiffsmechanikern sei die Mehrheit auch dort besch\u00e4ftigt, nur 130 f\u00fchren in der internationalen Handelsschifffahrt unter deutscher Flagge. Dort gef\u00e4hrdeten sie aber mittelbar Arbeitspl\u00e4tze deutscher Offiziere, weil sie den Kostendruck zugunsten eines Ausflaggens erh\u00f6hten.<\/p>\n<p>Hartmann bedauerte, dass es mit der Gewerkschaft Verdi keine Einvernehmen \u00fcber eine ge\u00e4nderte Schiffsbesetzungsordnung gefunden werden konnte. Nun liege die Entscheidung beim BMVI. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wurde f\u00fcr den Abend zum traditionellen VDR-Reederessen erwartet.<\/p>\n<h5>Mehr F\u00f6rderung f\u00fcr LNG angemahnt<\/h5>\n<p>Der VDR-Pr\u00e4sident mahnte bei der Bundesregierung ein breites F\u00f6rderprogramm f\u00fcr LNG (Fl\u00fcssigerdgas) als Schiffstreibstoff an. \u201eBisher ist in ganz Europa kein einziges LNG-Schiff ohne staatliche Zusch\u00fcsse in Fahrt gekommen\u201c, betonte er. Noch seien LNG-angetriebene Schiffe rund 25 Prozent teurer als konventionelle Schiffe, weil sie als Dual-Fuel-Schiffe ausgelegt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Dringend gesenkt werden m\u00fcssten die H\u00fcrden f\u00fcr LNG-Schiffe in den H\u00e4fen, konkret f\u00fcr das Betanken \u2013 \u201eda m\u00fcss auch Hamburg noch etwas tun\u201c. Dabei geh\u00f6rten LNG-Schiffe \u201ezu den sichersten der Welt\u201c. F\u00fcr seine eigene Reederei seien drei LNG-Tanker mit LNG-Antrieb in Bau, die \u201enotfalls auch die Ladung verfahren k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<h5>VDR f\u00fcr schnelle Einf\u00fchrung von Englisch als Reviersprache<\/h5>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit dem Verkehrsbrief sprach sich Nagel daf\u00fcr aus, Englisch m\u00f6glichst schnell als Reviersprache einzuf\u00fchren. Es w\u00e4re ein deutlicher Beitrag f\u00fcr mehr Sicherheit. Im \u00e4hnlich internationalen Luftverkehr diskutiere niemand mehr \u00fcber die Sinnhaftig von Englisch als Kommunikationsgrundlage. Vermutungen aus der Politik, dass die Beibehaltung von Deutsch der deutschen Flotte einen Vorteil verschaffen k\u00f6nne, h\u00e4lt er f\u00fcr nicht stichhaltig. \u201eDie deutschen Seeleute k\u00f6nnen alle Englisch\u201c, sagte er.<\/p>\n<h5>Deutsche Flotte weiter geschrumpft<\/h5>\n<p>Die deutsche Handelsflotte ist in den ersten drei Quartalen weiter um netto 117 Schiffe auf jetzt 3127 Einheiten geschrumpft. 182 Verk\u00e4ufen ins Ausland und 13 Verschrottungen standen 52 Ank\u00e4ufe und 26 Neubau-Ablieferungen gegen\u00fcber. Unter deutscher Flagge fuhren laut Angaben des Bundesamtes f\u00fcr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) Ende November noch 350 Einheiten, davon 192 im internationalen Verkehr. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pflicht-Schiffsmechaniker verteuert Fahren unter deutscher Flagge Mehr F\u00f6rderung f\u00fcr LNG angemahnt VDR f\u00fcr schnelle Einf\u00fchrung von Englisch als Reviersprache Deutsche Flotte weiter geschrumpft Die deutschen Reeder fordern von der Politik Kostenentlastung beim Personal und mehr Unterst\u00fctzung bei der Einf\u00fchrung von LNG als Schiffstreibstoff.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2967"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2967"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2967\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3208,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2967\/revisions\/3208"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}