{"id":2603,"date":"2015-11-09T18:05:42","date_gmt":"2015-11-09T17:05:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/personalubergang-im-spnv-in-der-koalition-umstritten"},"modified":"2015-11-09T18:05:42","modified_gmt":"2015-11-09T17:05:42","slug":"personalubergang-im-spnv-in-der-koalition-umstritten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2603","title":{"rendered":"Personal\u00fcbergang im SPNV in der Koalition umstritten"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>DIHK: Pflicht zum Personal\u00fcbergang konserviert alte Strukturen<\/strong><\/li>\n<li><strong>DGB: Bisherige Kann-Bestimmung ist ins Leere gelaufen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaften wollen Subunternehmer mit in die Pflicht nehmen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Koalitionspartner Union und SPD sind beim Vergaberechtsmodernisierungsgesetz in der Frage des Personal\u00fcbergangs im SPNV uneins. Das wurde am Montag bei der Anh\u00f6rung im Bundestags-Wirtschaftsausschuss deutlich. <!--more-->W\u00e4hrend die CDU-Abgeordnete Herlind Gundelach zu diesem Thema ausschlie\u00dflich die DIHK-Expertin Annette Karstedt-Meierrieks befragte, wandte sich ihre SPD-Kollegin Sabine Poschmann nur an das DGB-Vorstandsmitglied Stefan K\u00f6rzell.<\/p>\n<h5>DIHK: Pflicht zum Personal\u00fcbergang konserviert alte Strukturen<\/h5>\n<p>Karstedt-Meierrieks widersprach ausdr\u00fccklich dem Votum des Bundesrates f\u00fcr eine Soll-Bestimmung. Die ma\u00dfgebliche EU-Verordnung 1370\/2007 sehe klar eine Kann-Bestimmung vor. Sie sehe keinen Grund daf\u00fcr, davon abzur\u00fccken, und mit zementierten Personalstrukturen Innovation zu verhindern. Der \u00c4nderungsvorschlag des Bundesrates lasse im \u00fcbrigen offen, wie gro\u00df der Kreis des zu \u00fcbernehmenden Personals zu ziehen sei. Geh\u00f6rten dazu nur Triebfahrzeugf\u00fchrer und Zugbegleiter, oder auch Wartungs- und Reinigungspersonal? Au\u00dferdem gebe es schon einen Betreiberwechsel-Tarifvertrag einer Bahngewerkschaft (der GDL). Eine Pflicht zur Personal\u00fcbernahme w\u00fcrde zu einer Marktverengung f\u00fchren. \u201eDann k\u00f6nnen wir gleich alles beim altbekannten Betreiber lassen.\u201c<\/p>\n<h5>DGB: Bisherige Kann-Bestimmung ist ins Leere gelaufen<\/h5>\n<p>K\u00f6rzell widersprach energisch. Eigentlich sei eine Muss-Bestimmung wie in Gro\u00dfbritannien, den Niederlanden, D\u00e4nemark oder Schweden notwendig. \u201eEine Soll-Vorschrift ist aber in Ordnung.\u201c Bisher sei trotz der Kann-Regelung in der EU-Verordnung nur in einem Bruchteil der F\u00e4lle vom Besteller ein Personal\u00fcbergang in der Ausschreibung zur Pflicht gemacht worden. N\u00f6tig sei aber aber eine Ausweitung auf den \u00fcbrigen \u00d6PNV, den die Bundesregierung ablehnt. Als Beispiel nannte er Bus-Betreiberwechsel in Frankfurt, wo den Mitarbeitern ein Jahr nach dem Personal\u00fcbergang gem\u00e4\u00df \u00a7613a BGB die Entgelte um 25 Prozent gek\u00fcrzt worden seien. Kaum h\u00e4tten sie sich wieder hochgearbeitet, drohe beim n\u00e4chsten Betreiberwechsel das gleiche Spiel. Der DGB schl\u00e4gt daher vor, zus\u00e4tzlich noch im Gesetz zur verankern, dass \u201edie bisherigen Besch\u00e4ftigungsbedingungen individualvertraglich als Mindestanspruch weiter gelten\u201c.<\/p>\n<h5>Gewerkschaften wollen Subunternehmer mit in die Pflicht nehmen<\/h5>\n<p>K\u00f6rzell forderte ferner, dass \u2013 unabh\u00e4ngig von der Branche \u2013 der Auftragnehmer alle Unterauftragnehmer offenlegt und f\u00fcr deren Einsatz die Zustimmung des Auftraggebers einholt. Au\u00dferdem m\u00fcsse der Auftragnehmer daf\u00fcr geradestehen, dass alle Subunternehmer die Vorgaben aus der Ausschreibung einhalten, speziell die Tariftreue. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIHK: Pflicht zum Personal\u00fcbergang konserviert alte Strukturen DGB: Bisherige Kann-Bestimmung ist ins Leere gelaufen Gewerkschaften wollen Subunternehmer mit in die Pflicht nehmen Die Koalitionspartner Union und SPD sind beim Vergaberechtsmodernisierungsgesetz in der Frage des Personal\u00fcbergangs im SPNV uneins. 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