{"id":2527,"date":"2015-11-03T15:16:40","date_gmt":"2015-11-03T14:16:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/ne-bahnen-fordern-bessere-rahmenbedingungen"},"modified":"2015-11-03T15:16:40","modified_gmt":"2015-11-03T14:16:40","slug":"ne-bahnen-fordern-bessere-rahmenbedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2527","title":{"rendered":"NE-Bahnen fordern bessere Rahmenbedingungen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Hohe Infrastrukturkosten belasten letzte Meile<\/strong><\/li>\n<li><strong>Trassenpreissystem 2017 wirft viele Fragen auf<\/strong><\/li>\n<li><strong>Kerkeling fordert Energiebeirat analog zum Netzbeirat<\/strong><\/li>\n<li><strong>Rechtliche Bedenken gegen Pflicht zum Personal\u00fcbergang im SPNV<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Europ\u00e4ischer Eisenbahnen (NEE), ist der G\u00fcterverkehr auf der Schiene derzeit gef\u00e4hrdet. Wegen der niedrigen Margen bestehe die Gefahr, dass sich nicht mehr gen\u00fcgend Investoren finden, sagte er am Dienstag bei der Vorstellung des <a href=\"http:\/\/www.mofair.de\/content\/2015-2016_wettbewerber-report.pdf\" target=\"_blank\">Wettbewerber-Reports 2015\/2016<\/a>. <!--more-->Die Wettbewerbsbahnen haben im SPNV aktuell einen Marktanteil von 29,3 Prozent (Zug-km), im Schieneng\u00fcterverkehr 33,6 Prozent. Im Schienenpersonenfernverkehr liegt der Anteil weiterhin unter 1 Prozent.<\/p>\n<h5>Hohe Infrastrukturkosten belasten letzte Meile<\/h5>\n<p>Ein Grund f\u00fcr die niedrigen Margen seien neben dem intensiven Wettbewerb mit dem Lkw die hohen Infrastrukturkosten der Eisenbahn, speziell f\u00fcr die letzte Meile. Gr\u00f6\u00dfter Kostenblock seien die Fixkosten, die zum Beispiel bei einem Anschlussgleis auf wenige Zugfahrten verteilt werden m\u00fcssten. Kerkeling kritisierte, dass bei Investitionen in der Bahn-Infrastruktur immer nach der Wirtschaftlichkeit gefragt werde, w\u00e4hrend es als v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich gelte, dass in neue Gewerbegebiete noch vor der ersten Unternehmensansiedlung eine Stra\u00dfe gebaut werde. Nach seiner Einsch\u00e4tzung wird der Einzelwagenverkehr fr\u00fcher oder sp\u00e4ter sterben. \u201eWir m\u00fcssen zusehen, dass wir zumindest einen Teil des Aufkommens \u00fcber die Containerisierung auf der Schiene halten\u201c.<\/p>\n<h5>Trassenpreissystem 2017 wirft viele Fragen auf<\/h5>\n<p>Mofair-Vizepr\u00e4sident Christian Paschen machte auf derselben Veranstaltung massive Vorbehalte gegen das geplante Trassenpreissystem 2017 geltend. Es sieht vor, aufbauend auf einem grenzkostenbasierten Grundpreis Zuschl\u00e4ge zu erheben, die sich an der \u201eMarkttragf\u00e4higkeit\u201c orientieren. Gleich gelagerte Sachverhalte w\u00fcrden dann unterschiedlich tarifiert. Wie es im Wettbewerberreport dazu erg\u00e4nzend hei\u00dft, w\u00fcrde im Entwurf f\u00fcr das Eisenbahnregulierungsgesetz vorgesehene Deckelung der Infrastrukturentgelte f\u00fcr den SPNV dazu f\u00fchren, dass dar\u00fcber hinaus gehende Steigerungen auf Fernverkehr und G\u00fcterverkehr abgew\u00e4lzt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<h5>Kerkeling fordert Energiebeirat analog zum Netzbeirat<\/h5>\n<p>Sorgen bereitet Mofair und NEE weiterhin die Bahnstromversorgung. Kerkeling kritisierte, dass DB Energie im Gegensatz zu DB Netz noch nicht wettbewerbsneutral agiere, sondern \u201ejede Festung bis zum letzten Blutstropfen verteidige\u201c. Laut Wettbewerberreport wird aktuell die Durchleitung von Fremdstrom durch hohe administrative Anforderungen der DB-Tochter erschwert. Kerkeling regte daher an, f\u00fcr DB Energie einen Beirat analog zum Netzbeirat einzurichten. Paschen beklagte, dass ausgerechnet der Schienenverkehr als bew\u00e4hrter Teil der Elektromobilit\u00e4t mit der EEG-Umlage belastet werde.<\/p>\n<h5>Rechtliche Bedenken gegen Pflicht zum Personal\u00fcbergang im SPNV<\/h5>\n<p>Gro\u00dfe Bedenken meldete Paschen gegen die vom Bundesrat gew\u00fcnschte Bestimmung zum Personal\u00fcbergang beim Betreiberwechsel im SPNV an (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2050\" target=\"_blank\">hier<\/a>). V\u00f6llig unklar sei, wie der Personenkreis eingegrenzt werde &#8211; m\u00fcsse zum Beispiel auch Werkstattpersonal \u00fcbernommen werden, wenn die Werkstatt selbst beim Altbetreiber verbleibe? Was sei mit DB-Beamten? Nach gegenw\u00e4rtigem Recht k\u00f6nnten sie nicht an DB-Wettbewerber \u00fcberlassen werden. Auch bestehe die Gefahr, dass der Altbetreiber vor dem \u00dcbergang noch intern Mitarbeiter umsetze, um sie loszuwerden bzw. zu behalten. Nach seiner Ansicht gibt es angesichts der heutigen Personalknappheit und der nur noch marginalen Entgeltdifferenzen \u00fcberhaupt keinen Regelungsbedarf. \u201eInzwischen ist man aber ins Nachdenken gekommen\u201c, sagte Paschen mit Blick auf die anstehende Diskussion im Bundestags-Wirtschaftsausschuss. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hohe Infrastrukturkosten belasten letzte Meile Trassenpreissystem 2017 wirft viele Fragen auf Kerkeling fordert Energiebeirat analog zum Netzbeirat Rechtliche Bedenken gegen Pflicht zum Personal\u00fcbergang im SPNV Nach Einsch\u00e4tzung von Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Europ\u00e4ischer Eisenbahnen (NEE), ist der G\u00fcterverkehr auf der Schiene derzeit gef\u00e4hrdet. 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