{"id":2490,"date":"2015-10-29T22:36:13","date_gmt":"2015-10-29T21:36:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/niedersachsen-und-hamburg-werben-fur-schleuse-scharnebeck"},"modified":"2015-10-30T16:06:09","modified_gmt":"2015-10-30T15:06:09","slug":"niedersachsen-und-hamburg-werben-fur-schleuse-scharnebeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2490","title":{"rendered":"Niedersachsen und Hamburg werben f\u00fcr Schleuse Scharnebeck"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Kanal-B\u00fcndnis: In Transportketten denken<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gr\u00fcnen-Verkehrsexpertin Wilms sieht Chance f\u00fcr Verschonung der Elbe<\/strong><\/li>\n<li><strong>Reichweite der 10 Mio. EUR Planungsmittel strittig<\/strong><\/li>\n<li><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Hamburger Hafen arbeitet an &#8222;Willkommenskultur&#8220; f\u00fcr Binnenschiff<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Erg\u00e4nzt 30.10.<\/strong> <\/span>Trotz der Freigabe von weiteren 10 Mio. EUR Planungsmitteln f\u00fcr die Schleuse L\u00fcneburg-Scharnebeck am Elbe-Seitenkanal (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2335\">hier<\/a>) sehen es Hamburg und Niedersachsen sowie die Verb\u00e4nde noch nicht als ausgemacht an, dass es das Projekt in den BVWP 2015 schafft. <!--more-->Das lie\u00dfen Wirtschafts- und Verkehrssenator Frank Horch sowie Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies bei einem Pressegespr\u00e4chs in der Landesvertretung Hamburg am Donnerstagabend durchblicken. Lies mahnte eine politische Entscheidung an. \u201eM\u00f6glicherweise ist es nicht sinnhaft, solange an den Bewertungsschrauben zu drehen, bis die Schleuse L\u00fcneburg \u00fcber die &#8218;1&#8216; kommt\u201c, sagte er mit Bezug auf das dem Vernehmen nach schlechte Nutzen-Kosten-Verh\u00e4ltnis (NKV). Wer Verkehre auf das Binnenschiff verlagern wolle, m\u00fcsse es so wirtschaftlich machen, dass es mit anderen Verkehrstr\u00e4gern konkurrieren k\u00f6nne. Durch politische Zielsetzungen lasse sich Verkehr nicht verlagern.<\/p>\n<p>Lies \u00e4u\u00dferte den Wunsch, dass die neue Schleuse schon 2025 in Betrieb gehe. Mit den wesentlichen Naturschutzverb\u00e4nden sei grunds\u00e4tzliches \u00dcbereinkommen erzielt worden. Klagen von Grundst\u00fcckbesitzern seien nicht zu erwarten, weil das gesamte Gel\u00e4nde der WSV geh\u00f6re. Die Planung sei reif f\u00fcr die Planfeststellung, es fehle lediglich die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung (UVP). Der Scoping-Termin habe bereits stattgefunden.<\/p>\n<p>Horch wies darauf hin, dass der Anteil des Binnenschiffs am Hamburger Hinterlandverkehr im ersten Halbjahr 2015 um 15 Prozent gestiegen sei. Der Anteil am Containerverkehr sei aber mit 2 Prozent weiterhin sehr gering, r\u00e4umte Horch ein.<\/p>\n<h5>Kanal-B\u00fcndnis: In Transportketten denken<\/h5>\n<p>J\u00fcrgen Glaser, stellvertretender Vorstand des B\u00fcndnis Elbe-Seitenkanal (BESK), dem Hamburg am Donnerstag auch beigetreten ist, kritisierte die Fixierung des BVWP auf das NKV. Dabei werde nicht in Transportketten gedacht. \u201eAber eine Kette ist nur so stark wie das schw\u00e4chste Glied\u201c, sagte er mit Blick auf das vorhandene Schiffshebewerk, dessen Trogl\u00e4nge mit 100m nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df sei. Glaser pl\u00e4dierte bei der neuen Schleuse f\u00fcr eine Kammerl\u00e4nge von 225 m, damit zwei 110m-Schiffe gleichzeitig geschleust werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>Gr\u00fcnen-Verkehrsexpertin Wilms sieht Chance f\u00fcr Verschonung der Elbe<\/h5>\n<p>Die Gr\u00fcnen-Verkehrsexpertin Valerie Wilms sprach sich ebenfalls f\u00fcr den Schleusenbau aus. Sie wies nicht nur auf die St\u00f6ranf\u00e4lligkeit des Hebewerks hin, sondern auch darauf, dass ein leistungsf\u00e4higerer Elbe-Seitenkanal den Ausbau der Elbe \u00fcberfl\u00fcssig machen w\u00fcrde. Im \u00fcbrigen w\u00fcrde Schleusenbau gut in das gr\u00fcne Konzept passen, vorrangig die europ\u00e4ischen Kernkorridore durch Deutschland zu ert\u00fcchtigen, unabh\u00e4ngig vom NKV.<\/p>\n<h5>Reichweite der 10 Mio. EUR Planungsmittel strittig<\/h5>\n<p>Am Rande der Veranstaltungen waren unterschiedliche Einsch\u00e4tzungen zu h\u00f6ren, wie weit die 10 Mio. EUR Planungsmittel reichen w\u00fcrden. Im nieders\u00e4chsischen Verkehrsministerium h\u00e4lt man es f\u00fcr m\u00f6glich, damit bis zur Ausschreibungsreife zu kommen. Aus Ingenieurskreisen wurde dagegengehalten, dass bei einem auf 250 Mio. EUR taxierten Projekt mindestens 10 Prozent Planungskosten kalkuliert werden sollten.<\/p>\n<h5>Hamburger Hafen arbeitet an &#8222;Willkommenskultur&#8220; f\u00fcr Binnenschiff<\/h5>\n<p>Aus Speditionskreisen wird angemahnt, nicht nur die Infrastruktur zu verbessern. Kritisiert wird unter anderem, dass Binnenschiffe ausgerechnet beim mehrheitlich landeseigenen Terminalbetreiber HHLA nachrangig behandelt werden. Ihre Be- oder Entladung falle immer wieder dem \u00dcberstundenabbau zum Opfer &#8211; sofern \u00fcberhaupt ein Liegeplatz zu erhalten ist. Bei kleineren Terminalbetreibern sei hingegen mehr Entgegenkommen \u00fcblich.<\/p>\n<p>Horch r\u00e4umte ein, dass die Rahmenbedingungen f\u00fcr Binnenschiffe zum Beispiel am Burchardkai &#8222;schwierig&#8220; seien. Es sei aber ein Programm aufgelegt worden, um die Rahmenbedingungen f\u00fcr Binnenschiffe zu verbessern. Es gehe dabei um zus\u00e4tzliche Liegepl\u00e4tze, Wartezonen und &#8222;bessere Umfuhren&#8220;. Marina Basso Michael von Hafen Hamburg erg\u00e4nzte, dass eine Koordinationsstelle f\u00fcr die Binnenschifffahrt in Vorbereitung sei. &#8222;Wir haben noch viele Hausaufgaben zu erledigen&#8220;, gab aber auch sie zu. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kanal-B\u00fcndnis: In Transportketten denken Gr\u00fcnen-Verkehrsexpertin Wilms sieht Chance f\u00fcr Verschonung der Elbe Reichweite der 10 Mio. EUR Planungsmittel strittig Hamburger Hafen arbeitet an &#8222;Willkommenskultur&#8220; f\u00fcr Binnenschiff Erg\u00e4nzt 30.10. Trotz der Freigabe von weiteren 10 Mio. 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